Lenne-Radweg: Lückenschluss erneut Thema im Werdohler Rat

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Der Radweg an der Lenneroute zwischen Plettenberg und Werdohl soll unterhalb des Straßenniveaus verlaufen. 

Werdohl - Schmaler im Gesicht, aber unverändert engagiert zeigte sich nach überstandener Krankheit SPD-Ratsherr Jürgen Henke am Montag in der letzten Sitzung des Rates in diesem Jahr. Mehrere Anfragen zu seinem Lieblingsthema Radweg hatte er schriftlich vorbereitet.

Henke ist bekanntlich Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung und lässt keine Sitzung ungenutzt, um an seinen Themen zu arbeiten. Nachdem der Rat seine formalen Themen (Berichte aus Aufsichtsratsgremien und Abstimmungen über Gebührenhaushalte) abgearbeitet hatte, meldete sich Henke unter dem Punkt „Anfragen“ zu Wort. 

Er bezog sich dabei auf einen Bericht in dieser Zeitung vom 14. Dezember, in dem es um den Lückenschluss des Radweges auf Plettenberger Gebiet in Richtung Werdohl ging. Henke fragte, warum die Werdohler Politik darüber nicht von der Verwaltung informiert worden sei. Fachbereichsleiter Thomas Schroeder parierte sachlich: Die Problematik betreffe ausschließlich Plettenberger Gebiet. Der dort vermittelte generelle Sachstand – erst wird die Gasleitung verlegt, danach wird der Radweg gebaut – sei für den Werdohler Rat nichts Neues. Jeder, der sich mit dem Thema beschäftige, müsse seit März 2018 davon wissen. Eine Neuigkeit aus der Sitzung sei lediglich, dass der Radweg an dieser Stelle tiefer angelegt werden soll. 

"Das wissen wir doch alles"

Auch die von Jürgen Henke am Montag vermeintlich exklusiv verbreitete Nachricht, mit dem Lückenschluss sei wirklich 2020 zu rechnen, provozierte er keine besondere Reaktion bei dem Fachbereichsleiter. Schroeder: „Das wissen wir doch alles.“ 

Der Erklärung von Henke, Westnetz werde mit der Erneuerung einer Gasleitung das gesamte Stadtgebiet lahmlegen, widersprach Schroeder: „Das gilt nur für das Versetal.“

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