Hochwasser: „Noch ein Meter Platz“

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Noch können Autofahrer ihre Fahrzeuge auf dem Goethe-Parkplatz abstellen. Falls dieser überspült wird, kann in der ganzen Stadt kostenfrei geparkt werden.

Werdohl - „Wir haben noch einen Meter Platz, bevor das Wasser in den Trog läuft“, sagt Uwe Bettelhäuser vom Baubetriebshof mit Blick auf den Pegel der Lenne. Wenn es so viel regnet wie in den vergangenen Tagen, kontrollieren Bettelhäuser und sein Kollege Dominic Winterhoff regelmäßig, wie stark das Wasser angestiegen ist.

Dazu müssen sie aber nicht jedes Mal ans Lenneufer fahren. „Wir können beim Ruhrverband telefonisch den Pegel abfragen“, erläutert der Baubetriebshofleiter. Von einem eventuellen Hochwasser wären zuerst der Goethe-Parkplatz und die Promenade zwischen der Derwentsider und der Altenaer Straße betroffen. Wenn sich abzeichnet, dass diese Bereiche überspült werden könnten, muss der Baubetriebshof sie absperren.

Auch den Wetterbericht behalten Bettelhäuser und Winterhoff immer im Auge. „Es kommt immer darauf an, wie stark es regnet und wie ausdauernd“, sagt der Leiter des Baubetriebshofes. Sollte es in den nächsten Tagen stark und viel regnen, ist ein Hochwasser recht wahrscheinlich, schätzt Uwe Bettelhäuser. Schließlich nehme der Boden kein Wasser mehr auf, weil er bereits gesättigt sei.

Über die Wassermenge, die aus der Bigge abgelassen werden, kann der Ruhrverband den Pegel der Lenne beeinflussen: Führt die Lenne viel Wasser, speist der Verband geringere Mengen in den Fluss ein. Ist das Fassungsvermögen der Bigge erschöpft, muss der Ruhrverband aber unabhängig vom Pegelstand der Lenne Wasser ablassen. „Das merken wir hier sofort: Dann steigt der Pegel rasant“, sagt Bettelhäuser. Handele es sich um größere Wassermengen, sage der Ruhrverband deshalb auch vorher in Werdohl Bescheid.

Für den Fall, dass der Goethe-Parkplatz überflutet wird, sieht die Parkgebühren-Satzung übrigens eine Ausnahmeregelung vor. „Dann kann in der ganzen Stadt umsonst geparkt werden“, erläutert Verwaltungsmitarbeiter Rolf Prange. Die Stadtverwaltung empfehle den Autofahrern, am Grasacker zu parken, weil dort die meisten Parkplätze zur Verfügung stünden. - Von Constanze Raidt

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