Wehren proben den Ernstfall bei ThyssenKrupp

WERDOHL ▪ Bei Bauarbeiten auf dem Werdohler Werksgelände von ThyssenKrupp VDM ist ein Leck an einer Erdgasleitung entstanden, das zunächst unentdeckt bleibt. Das ausströmende Gas verteilte sich schnell im Kellerbereich. Dort kommt es gegen 14 Uhr zu einer heftigen Explosion. Dadurch wird der Säurebehälter für die Beize beschädigt. Fünf Personen werden bei dem Unfall schwer verletzt: Von diesem Szenario gingen die Brandschützer im Rahmen ihrer Übung aus.

Rund 100 Feuerwehrleute probten am Samstag auf dem Werksgelände der ThyssenKrupp VDM an der Plettenberger Straße im Rahmen einer mehrstündigen Großübung den Ernstfall, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein

Neben den Mitgliedern der VDM-Werkfeuerwehr beteiligten sich auch die Löschzüge Eveking und Kleinhammer der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl sowie der Zug der Freiwilligen Feuerwehr Lüdenscheid Brüninghausen an der Übung.

Gerd Lüttringhaus, Leiter der Werkfeuerwehr des ThyssenKrupp VDM-Werks in Werdohl, und sein Stellvertreter Guido Heil hatten ein komplexes Schreckens-Szenario für die Kameraden entworfen.

Während der Übung sei eine absolute Ausnahmesituation nachgestellt worden, hieß es am Samstag von ThyssenKrupp VDM.

Fünf schwer verletzte Personen kombiniert mit verschiedenen Gefahrenquellen und Sachschäden hätten die Einsatzkräfte am Samstag vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Ausgerückt waren aus diesem Grund auch zwei ABC-Züge, die für den speziellen Umgang mit chemischen Gefahren ausgerüstet seien, wie ein Sprecher des Unternehmens am Samstag mitteilte.

Die Mitglieder der VDM-Werkfeuerwehr würden im gesamten Jahresverlauf an verschiedenen theoretischen und praktischen Schulungen teilnehmen. Die in der Regel einmal jährlich stattfindende Großübung biete die Gelegenheit, das Erlernte unter realitätsnahen Bedingungen in die Praxis zu übertragen und das gesamte Spektrum der umfangreichen Ausstattung der Werkfeuerwehr zum Einsatz zu bringen, hieß es von Seiten des Unternehmens weiter.

„Die am Samstag gemeinsam durchgeführte Übung hat uns einmal mehr verdeutlicht, worauf wir im Ernstfall achten müssen. Die Kommunikation der Kameradinnen und Kameraden untereinander, die Abstimmung zwischen den einzelnen Wehren und die schiere Menge an Personen und Fahrzeugen auf dem Werksgelände bringen ganz spezielle Fragestellungen mit sich. Unser Dank gilt den Freiwilligen Feuerwehren aus Werdohl und Lüdenscheid. Alle Beteiligten haben Hand in Hand gearbeitet, so dass wir mit dem Ablauf mehr als zufrieden sein können“, bilanzierte der Leiter der Werkfeuerwehr Gerd Lüttringhaus nach Abschluss der Übung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare