Leidenschaftliche Rockmusik in „Pöngses Wohnzimmer“

Das Musiker-Trio Martin Engelien (l.), Glen Turner (Mitte) und Chris Kramer begeisterte das Publikum in „Pöngses Wohnzimmer“. Coversongs und eigene Kompositionen standen auf dem Programm. -  Fotos: Koll

WERDOHL - Brechend voll war es in der Musikkneipe Alt Werdohl am Freitagabend bei der ersten Go Music im noch neuen Jahr. Zuschauer bei der Veranstaltungsreihe von Klaus-Lage-Bassist Martin Engelien war dieses Mal auch der New Yorker Musiker Lord Bishop, der schon einige Male selbst auf der Bühne in „Pöngses Wohnzimmer“ gespielt und geschwitzt hatte.

Engelien hatte erneut hochkarätige Mitstreiter auf „seine“ Bühne geholt. Und die begeisterten nicht nur die zahlreichen Zuschauer und Hörer, sondern auch den Bassisten selbst. So lobte er das „zirzensische Gitarrenspiel“ von Glen Turner. Mit ihm performte der Instrumentalist aus Sheffield etwa den The-Doors-Klassiker „Roadhouse Blues“.

Darüber hinaus sang Turner den Evergreen von Crosby, Stills & Nash „Love the one you’re With“, als wäre das Stück nur für ihn geschrieben worden. Seine blues-getränkte Stimme passte hervorragend zu seinen Fingerwanderungen auf den Saiten. Zwar zog der Gitarrist es vor, die ganze Zeit auf einem Hocker zu sitzen, während er sang und spielte, doch auch so konnte er genügend Leidenschaft in seinen Vortrag packen.

Noch kratziger, noch schwärzer, noch leidender mutete indes die Sangesstimme von Chris Kramer an. Der gern gesehene Go-Music-Gast spielte dieses Mal auf seiner Harp. Einmal sogar steckte er sich die Harmonika ganz in den Mund und die Hände dabei in die Taschen. Das verwunderte sogar Engelien, dem scheinbar fast die Augen aus dem Gesicht zu fallen drohten.

Kramer tourte schon mit Peter Maffay durch die Republik. Doch eins fehlt dem in der Nähe von Schwerte lebenden Musiker dennoch: Geld. So sang er „Money (That’s what I want)“ (zu deutsch: Geld (ist es, was ich will). Der Song, im Original von Barrett Strong, wurde vor allen Dingen durch die Interpretation von The Beatles bekannt. Kramer durchlitt das Lied förmlich, sehr zum Gefallen der Werdohler Fans.

Doch neben den vielen Coversongs, brachten die Musiker auch eigene Songs mit in „Pöngses Wohnzimmer“. Zum Abschluss des zweiten Sets spielte das Go-Music-Quartett „Maybe I’m Right“, einen Song des Projektes The Returners, hinter dem keine Geringeren als Glen Turner und Martin Engelien stecken, die den poppig-rockigen Track auch selbst komponiert haben.

Der junge Schlagzeuger Florian Brüning komplettierte die Band an diesem Abend. Der Hamburger trommelte erstmals bei einer Go Music, sicher aber nicht zum letzten Mal. Beim nächsten Mal, also bereits am 1. März, lässt Engelien aber seinen Kollegen aus der Klaus-Lage-Band Dieter Steinmann an die Sticks.

Begeistern werden die Zuschauer im Alt Werdohl dann auch Benni „Schwager“ Bilgeri an der Gitarre und Sängerin Shanai, die beide schon für umjubelte Abende an der Freiheitstraße gesorgt haben. Ein hochklassiger Abend scheint garantiert bei dieser Besetzung.

Von Michael Koll

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