Seit einem Jahr vermisst

Leichenfund im MK: Rätsel um Identität des Toten an der Verse gelöst

Dieser rote Strickpullover hing am skelettierten Leichnam, den Kinder im Versetal fanden.
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Dieser rote Strickpullover hing am skelettierten Leichnam, den Kinder im Versetal fanden.

Das Rätsel um die Identität des Toten aus dem Versetal ist gelöst. Kinder hatten die skelettierte Leiche beim Spielen in Werdohl gefunden.

Werdohl – Die Identität des Toten, den Kinder am 20. April beim Spielen und Müllsammeln an der Verse in Werdohl entdeckt hatten, ist identifiziert. Es handelt sich um einen Mann aus Hagen, der schon seit rund einem Jahr vermisst wurde.

StadtWerdohl
KreisMärkischer Kreis
Einwohner17.660 (31.12.2020)

Leiche in Werdohl/MK: Identität des Toten ist geklärt

Teile des Skeletts waren über mehrere Meter verteilt – ein Hinweis für die Polizei, dass der Tote schon länger an der Verse in Werdohl dort gelegen haben und dass Tiere sich daran zu schaffen gemacht haben dürften. Die Kleidung des Toten – unter anderem ein beigefarbenes T-Shirt und ein roter Strickpullover – war in einem schlechten Zustand.

Ansonsten fand die Polizei wenig verwertbare Spuren: „Das Gebiss ist unvollständig und ungepflegt. Die genaue Körpergröße ist nicht bekannt“, teilten die Ermittler mit. Immerhin war klar, dass ein schlanker Mann im Alter zwischen 50 und 70 Jahren am Ufer der Verse einen – wahrscheinlich natürlichen – Tod gefunden haben musste.

Leichenfund in Werdohl/MK: Mann kam aus Hagen

Die Ermittlungen der Polizei zogen sich in die Länge, auch, weil die Ermittler nicht von einem Gewaltverbrechen ausgingen. In solchen Fällen haben die Untersuchungen bei der Polizei nicht oberste Priorität. Zeugenaussagen gingen zwar ein, lieferten aber wohl keine entscheidenden Hinweise. So waren letztlich die Forensiker beim Landeskriminalamt gefragt, die versuchten, die Identität des Toten durch einen DNA-Abgleich und durch das Zahnschema festzustellen.

Ein einstmals wohl beigefarbenes T-Shirt mit dem Aufdruck ODE trug der Mann aus Hagen, als er im Versetal den Tod fand.

Dabei gab es schließlich einen Treffer: Seit dem 10. Juli 2020 war in Hagen der 69-jährige Hans-Peter S. vermisst. Er wurde seit Jahren in einem Wohnheim betreut, das er in der Vergangenheit immer wieder einmal für eine bis zwei Wochen verlassen hatte und während dieser Zeit wohl auf der Straße gelebt hat. Einer dieser Ausflüge hatte nun für ihn offenbar fatale Folgen.

Wie Hans-Peter S. ins Versetal gelangt und warum er dort zu Tode gekommen ist, bleibt aber nach wie vor offen. „Wir gehen aber nach wie vor davon aus, dass ein Fremdverschulden an seinem Tod ausgeschlossen werden kann“, sagte Polizeisprecher Christof Hüls am Mittwoch.

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