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Feuerwehr birgt Frauenleiche aus der eiskalten Lenne - Identität ist geklärt

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Von: Volker Griese

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Ein Bestattungsunternehmen brachte den Leichnam zur genauen Identifizierung in die Rechtsmedizin.
Ein Bestattungsunternehmen brachte den Leichnam zur genauen Identifizierung in die Rechtsmedizin. © Griese, Volker

Die Feuerwehr hat die Leiche einer Frau aus der Lenne geborgen. Ihre Identität steht jetzt fest. Es handelt sich um die seit drei Wochen vermisste Werdohlerin.

Update von Dienstag, 24. Januar, 12.02 Uhr: Jetzt gibt es traurige Gewissheit: Bei der toten Frau aus der Lenne handelt es sich um die seit rund drei Wochen vermisste Werdohlerin. Das hat die Polizei am Dienstagmittag offiziell mitgeteilt. Zur Klärung der Todesursache werde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hagen in den nächsten Tagen eine Obduktion des Leichnams durchgeführt, hieß es weiter. Derzeit lägen allerdings keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. 

FlussLenne
Länge129 km
QuelleSauerland

Update von Dienstag, 24. Januar, 10.55 Uhr: Die Identität der Toten, die die Feuerwehr am Montag (23. Januar) aus der Lenne geborgen hat, ist auch am Morgen danach noch nicht eindeutig geklärt. Das sagte Polizei-Pressesprecher Lorenz Schlotmann auf Nachfrage von come-on.de und trat damit entsprechenden, im Internet verbreiteten Gerüchten entgegen.

Werdohl: Feuerwehr birgt Frauenleiche aus der eiskalten Lenne

[Erstmeldung vom 23. Januar] Werdohl – Ein Mitarbeiter des Wasserkraftwerks am Lenne-Obergraben im Bereich der Schlacht sei gegen 15.30 Uhr damit beschäftigt gewesen, den Rechen zu reinigen, der die Wasserräder vor Holz und anderem Unrat schützt, als er plötzlich, einen menschlichen Körper entdeckt habe, berichtete Feuerwehrchef Kai Tebrün am Rande des Einsatzes. Anfangs habe der Mann den Fund für eine Schaufensterpuppe gehalten, ergänzte ein Polizeibeamter vor Ort. Das bewahrheitete sich dann aber leider nicht.

Der Kraftwerksmitarbeiter verständigte Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte. Die Feuerwehr erkundete sofort die Fundstelle und räumte mit Einreißhaken an langen Stangen weiteren Unrat vor dem Rechen beiseite. Schließen stießen sie auf die weibliche Leiche.

Mit Einreißhaken an langen Stangen versuchten Einsatzkräfte der Feuerwehr den leblosen Körper vor dem Rechen des Lenne-Obergrabens freizubekommen.
Mit Einreißhaken an langen Stangen versuchten Einsatzkräfte der Feuerwehr den leblosen Körper vor dem Rechen des Lenne-Obergrabens freizubekommen. © Griese, Volker

Werdohl: Körper lag wohl schon einige Tage im Wasser

Nach Tebrüns Einschätzung war der Körper, der wohl schon einige Tage im Wasser gelegen habe, durch die Strömung nach unten gezogen und von Ästen und anderem angeschwemmtem Material überdeckt worden. Deshalb dauerte es auch einige Zeit, bis die Einsatzkräfte ihn so weit befreit hatten, dass sie ihn mit Hilfe von Leinen und einer Trage ans Ufer bringen konnten.

Dort wurde der leblose Körper dann von einem Bestatter übernommen und zur rechtsmedizinischen Untersuchung gebracht. Die Identität der Leiche konnte nämlich vor Ort nicht zweifelsfrei geklärt werden. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen allerdings nicht vor, teilte die Polizei mit. Weitere Stellungnahmen gab die Kriminalpolizei, die noch an Ort und Stelle ihre Ermittlungen aufnahm, am Montag noch nicht ab.

Für einige Einsatzkräfte der Werdohler Feuerwehr wurde Einsatz zu einer belastenden Angelegenheit, sie kehrten mit blassen Gesichtern und Tränen in den Augen von der Fundstelle zurück. Ihnen werde eine Psychosoziale Unterstützung angeboten, um das Erlebte besser verarbeiten zu können, sagte Feuerwehrchef Tebrün.

Um Schaulustige abzuhalten, hatten Feuerwehr und Polizei die alte Lennebrücke, die derzeit nur als Fußgängerbrücke dient, während des Einsatzes abgesperrt.

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