Lebenswichtiges Nass vom Grasacker

Auf der Hüpfburg herrschte unterdessen Hochbetrieb. Mädchen wie Jungen tobten sich dort aus. - Foto: Koll

WERDOHL - Ein neues Fahrzeug der Feuerwehr der Stadt Werdohl steht auf der abgesperrten Straße Grasacker hinter dem Rathaus. Ein Vater mit seinem Sohnemann begutachtet die Technik des Wagens, der auch noch über eine Feuerwehrleiter verfügt, und beide sind sichtlich begeistert.

Ein paar Meter weiter wartet ein historisches Gerät der Werkfeuerwehr Brüninghaus auf interessierte Blicke. Was die Brandlöscher damals wie heute für ihre Arbeit – abgesehen von einer guten Kondition – vor allen Dingen brauchen, ist Wasser. Und die Stadtwerke Werdohl feiern 125 Jahre Wasserversorgung in der Stadt zwischen Lenne und Verse. So war es für die Feuerwehr am Samstag eine Ehre, mit einer Fahrzeug-Ausstellung am Fest teilzunehmen.

Der Regen vormittags war dann allerdings etwas zu viel Wasser für die Feier. Als aber mittags das Jugendblasorchester und das Kinderstreichorchester der Musikschule Lennetal kamen, um den Stadtwerken ein paar Ständchen zu bringen, hatten sie auch die Sonne mit im Gepäck. Folgerichtig wurde es auch etwas voller auf dem Gelände.

Die Besucher des Festes am Grasacker ließen es sich gut gehen bei kühlen Getränken, Heißem vom Grill sowie Kaffee und Kuchen. Die Mädchen und Jungen dagegen stürmten die große Hüpfburg und bliesen Hunderte Seifenblasen in die Luft. „Munition“ dafür hatten die Stadtwerke reichlich präpariert – ebenso wie unzählige Luftballons in allen erdenklichen Farben, die ebenso in großer Zahl in Richtung Himmel entschwebten.

Mama und Papa ließen sich derweil die neueste Technik erklären, die garantiert, dass aus den heimischen Wasserhähnen frisches kühles Nass strömt, gleichzeitig Energie gespart werden kann. Bei einer Fachausstellung war diese moderne Technik gleich vor Ort zu besichtigen.

Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schlutow bedauerte nur eines: „Schade, dass die Schützen ihre Ruderregatta abgesagt haben. Das hätten wir doch mit unserem Fest gut kombinieren können. Wir hätten unsere Sachen zusammengepackt und wären herunter an die Lenne gekommen. Einen großen Pokal für den Regatta-Sieger hätten wir auch noch gespendet.“

Von Michael Koll

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