Lebendige Fotografien des Mondes

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Präsentierte sein Buch und seine Hypothesen in der Stadtbücherei vor leeren Stuhlreihen: Jan Steineker. ▪

WERDOHL ▪ Jan Steineker hat seine Hypothese schon an Universitäten, unter anderem in Bochum, Göttingen und Berlin, geschickt und keine Antwort erhalten. Ebenso reichte er sie beim Nobelpreiskomitee ein – ohne Erfolg. „Wir sind lebendige Fotografien des Mondgesichtes“, lautet seine Hypothese, die er zu Beginn der Woche in der Stadtbücherei vorgestellt hat.

Steineker hat nach eigenen Angaben beobachtet, dass Mund, Nase und Augen jedes Säugetiers in ihrer Anordnung den dunklen Flecken auf dem Mond ähneln. In seinem im Jahr 2000 im Berliner Frieling-Verlag erschienenen Buch „Das Rätsel des Mondgesichtes und unsere älteste Vergangenheit“ legt Steineker seine Theorie auf 80 Seiten genauer dar und erklärt – auch mittels selbst durchgeführter Experimente – worauf sie basiert.

Der 76-Jährige ist davon überzeugt, dass die Anordnung – auch im Gesicht des Menschen – nicht zufällig ist, sondern auf einem Entwicklungsprozess beruht, der vor 3,5 Milliarden Jahren begann. Scheinbar sei der Mond damals viel näher an der Erde gewesen, sodass auch die Schwerkraft eine größere Auswirkung gehabt habe. Durch diese Nähe habe sich das Mondgesicht in den genetische Code der Lebewesen auf der Erde einprägen können. Dabei wirkten laut Steineker Wassertropfen in der Uratmosphäre wie Linse und Hohlspiegel; pflanzliche Urbakterien in diesen Tropfen dienten als Film, der belichtet wurde, so der Hobby-Naturforscher und -theologe. Als Blitz hätten starke Strahlen gewirkt, die in der Lage gewesen seien, die Erbinformation zu verändern. Es habe sich also um eine Art natürlichen Fotoapparat gehandelt, der das Gesicht des Mondes in die Erbinformation der Pflanzen abfotografiert habe. Diesen Vorgang nennt Steineker Fotoentwicklungsprozess. Er sei neben Mutation und Selektion ausschlaggebend für die Evolution und damit die Entstehung des Menschen gewesen.

Dies bedeute jedoch auch, dass das Leben nicht – wie von der Wissenschaft angenommen – im Meer entstanden sei, sondern in der Uratmosphäre, also in der Luft.

Zu seinen größten Kritikern zählen Wissenschaftler und Kirchenvertreter. Dies sei jedoch darauf zurückzuführen, dass der religiöse Glaube an das Wissen von vor 2000 Jahren angepasst sei. Steineker fordert: „Der Glaube muss modernisiert werden, um meine These akzeptieren zu können!“ Außerdem habe noch nie ein Wissenschaftler einen Fehler in seiner Theorie finden können, berichtete Steineker.

Wer sich dafür interessiere, könne das Mondgesicht am besten drei Tage vor Vollmond selbst beobachten, sagt Steineker. Des weiteren will er sich jeden Montag nach einem Vollmond um 17 Uhr mit Interessierten in der Stadtbücherei treffen. Und vielleicht einen Verein gründen, um seine „Mondgesicht-Hypothese“ erneut dem Nobelpreiskomitee vorstellen zu können, das nur Vorschläge von einzelnen Forschungsgruppen akzeptiere, so der 76-Jährige. ▪ sg

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