Dem Leben auf der Spur

Der Liedermacher, Moderator, Journalist und Theologe Christoph Zehendner nahm die Besucher in der Friedenskirche in Eveking auf eine wort- und stimmgewaltige Reise mit.

WERDOHL - Auf eine wort- und stimmgewaltige Reise nahm Liedermacher Christoph Zehendner am Samstagabend die Besucher seines Konzerts in der Friedenskirche mit.

Unter dem Titel „Wortweltenwanderer“ bot der Liedermacher ein starkes Programm, das vor allem durchseine lebensnahen Texte überzeugte. Eingeladen hatte der Orgelförderkreis der Evangelischen Kirchengemeinde unter der Schirmherrschaft von Superintendent Klaus Majoress. In seiner Eröffnungsrede erinnerte er an die schrecklichen Ereignisse, die sich vor 75 Jahren in der Reichspogromnacht ereignet haben. Auch Christoph Zehendner griff das historische Ereignis in seinem Programm auf und betonte, dass so etwas nie wieder geschehen dürfe.

Begleitet wurde der Liedermacher am Piano von Uli Schwänger. Der vielseitige Künstler bot kein ruhiges Gebetskonzert, sondern eine vielfältige Mischung aus Balladen und auch schnelleren Stücken. „Ich habe aus ErfahrunDer Liedermacher, Moderator, Journalist und Theologe Christoph Zehendner nahm die Besucher in der Friedenskirche in Eveking auf eine wort- und stimmgewaltige Reise mit. gen Worte gemacht“, beschrieb der Theologe seine Arbeitsweise, die ihn in den vergangenen Jahren in viele Länder der Erde geführt hat. In Kolumbien und Afrika traf er zum Beispiel auf Jesus, einen zehnjährigen Jungen, der in ärmlichen Verhältnissen lebt oder auf Julian, der am Down-Syndrom erkrankt ist. Auch zum Mitsingen lud der Künstler sein Publikum ein. „Ich erkläre ihnen mal den Unterschied zwischen Gesang und Pantomime“, sagte der Liedermacher, als die stimmliche Resonanz zunnächst eher verhalten war. Auf seiner Reise machte er Station in Jerusalem, vertonte den Psalm 23 („Der Herr sei mein Hirte“) und sprach mit dem Problem der Verwahrlosung von Kindern auch unbequeme Themen an. Die Mischung aus spirituellen Texten und Musik kam bei den Besuchern an und wurde mit Applaus belohnt.

Von Jari Wieschmann

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