Leader-Regionalmanagerinnen beziehen Quartier im Kulturbahnhof

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Manfred Hoh vom Bürgerstammtisch begrüßte gestern die beiden Leader-Regionalmanagerinnen Kathrin Bastert (links) und Silke Erdmann an ihrem neuen Arbeitsplatz im Werdohler Kulturbahnhof.

Werdohl - Die beiden Regionalmanagerinnen der Leader-Region Lenneschiene, Kathrin Hartwig und Silke Erdmann, haben vorübergehend im Werdohler Kulturbahnhof „Asyl“ bekommen.

Ihren bisherigen Arbeitsplatz in Nachrodt mussten sie räumen. Seit Mai vergangenen Jahres hatten die Landschafts-Ökologin Erdmann und die Raumplanerin Hartwig vom Nachrodter Amtshaus aus die Aktionen, die im Rahmen des EU-Förderprogramms Leader bis ins Jahr 2022 neue Akzente für die Region setzen sollen, vernetzt. 

Weil dort umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig wurden, sind sie zunächst innerhalb der Doppelgemeinde und jetzt nach Werdohl umgezogen. „Das ist eine Übergangslösung – aber für mindestens ein Jahr“, sagte am Donnerstag Silke Erdmann, die mit ihrer Kollegin Kathrin Hartwig den Infopoint im Kulturbahnhof bezogen hat. 

Mögliches Leader-Projekt in Werdohl

Zu den ersten Besuchern am neuen Arbeitsplatz gehörte am Donnerstag Manfred Hoh vom Bürgerstammtisch. Er brachte Blumen vorbei, wollte mit den beiden Regionalmanagerinnen aber auch über ein mögliches Leader-Projekt in Werdohl sprechen. 

Der Bürgerstammtisch möchte am Kletterfelsen an der Altenaer Straße mit Unterstützung der Stadt und mit Fördermitteln der EU eine öffentliche Toilette errichten. Das würde den Standort für Klettersportler noch attraktiver machen. 

Solche Ideen sind das tägliche Brot für Silke Erdmann und Kathrin Hartwig. Dass die bürokratischen Hürden zu hoch seien, weisen Erdmann und Hartwig zurück: „Das erscheint nur auf den ersten Blick kompliziert. Was da verlangt wird, ist absolut nachvollziehbar und machbar“, machen sie Antragstellern Mut, sich um Mittel aus dem Fördertopf zu bemühen. 

Vereine könnten profitieren

Vor allem Vereine könnten davon profitieren, weil sie ihren Teil der Finanzierung durch ehrenamtliche Eigenleistung aufbringen könnten. Für Werdohl planen die Regionalmanagerinnen zum Beispiel ein offenes Treffen mit Künstlern, um diese besser miteinander zu vernetzen.

„Aber auch Unternehmen können Förderanträge stellen. Die Projekte müssen nur gemeinnützig sein, das ist also keine Wirtschaftsförderung“, betont Erdmann.

Und für alle gelte: Das Geld gibt es geschenkt, aber es ist Eigeninitiative gefordert. Silke Erdmann und Kathrin Hartwig sind täglich zwischen 9 und 17 Uhr unter Tel. 0 23 92/80 66 54-21 und -22 zu erreichen.

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