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Laschet-Nachfolger: CDU-Basis setzt große Hoffnungen in Hendrik Wüst

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Von: Carla Witt

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Hendrik Wüst soll am Mittwoch im Landtag zum neuen Ministerpräsidenten und Nachfolger von Armin Laschet gewählt werden.
Hendrik Wüst soll am Mittwoch im Landtag zum neuen Ministerpräsidenten und Nachfolger von Armin Laschet gewählt werden. © Bernd Thissen

Die heimischen CDU-Vorsitzenden lassen keinen Zweifel daran: Dass Hendrik Wüst neuer Parteichef der Christdemokraten in Nordrhein-Westfalen ist und am Mittwoch als Nachfolger von Armin Laschet auch zum Ministerpräsident gewählt werden soll, kommt bei den Befragten gut an.

„Er wird die CDU als Volkspartei stärken“, glaubt Detlef Seidel, der Vorsitzende der CDU Werdohl. Seidel ist überzeugt: Mit Wüst werde es keinen Ruck nach rechts geben: „Er wirkt vermittelnd.“

Es sei bezeichnend, dass Hendrik Wüst mit 98 Prozent zum CDU-Landesvorsitzenden gewählt worden sei. „Ich glaube, dass die CDU geschlossen hinter ihm steht. Und das ist gut so, denn andauernde Diskussionen um Personalien würden nicht nur der CDU, sondern der gesamten Politik schaden.“ Auch innerhalb der Mittelstandsvereinigung genieße Hendrik Wüst einen sehr guten Ruf: „Und der Mittelstand ist der Motor der Wirtschaft“, stellt der Werdohler fest.

„Bindung zur Kommunalpolitik“ wichtig

Noch nie sei so viel Geld in heimische Verkehrswege geflossen, wie in der Ära von Verkehrsminister Hendrik Wüst, lobt Seidel die Ansätze des designierten Ministerpräsidenten. Der neue Parteichef habe zudem kommunalpolitische Erfahrung. „Ich habe den Eindruck, er hat eine Bindung zur Kommunalpolitik.“ Dass sei wichtig, denn schließlich müsse auch künftig „unten etwas ankommen“.

Der scheidende Ministerpräsidenten Armin Laschet habe alles richtig gemacht, als er sich auf Berlin fokussiert habe. „Es wäre unangebracht gewesen, sich ein Türchen in NRW offen zu halten. Das hätte auch in der Bevölkerung niemand verstanden“, ist Seidel überzeugt.

„Nahbarer und anpackender“ Minister

Auch Neuenrades CDU-Vorsitzender Marcus Dunker begrüßt „ausdrücklich, dass die Wahl auf Wüst gefallen ist“. Den Nachfolger des bisherigen Ministerpräsidenten Armin Laschet habe er bei dessen Besuch in der Hönnestadt als „nahbaren und anpackenden Minister“ kennengelernt.

Jetzt trete der bisherige Verkehrsminister Wüst für Einigkeit in der CDU ein. „Das wird in Nordrhein-Westfalen Signalwirkung haben“, ist Dunker überzeugt. Er persönlich wünsche sich, dass der 46-Jährige die Politik für die Orte weiterhin so im Auge haben werde, „wie er es als Minister auch hatte“.

Laschet „absolut konsequent“

Das Verhalten Armin Laschets bezeichnet auch Marcus Dunker als „absolut konsequent“: „Er war nicht wankelmütig und hat seine Entscheidungen so getroffen, dass sie auf ein Ziel gerichtet waren: die politische Arbeit in Berlin.“ Und diese werde Laschet nun eben als Bundestagsabgeordneter aufnehmen.

„Hendrik Wüst hat in seinem Verkehrsministerium richtig Gas gegeben“, lobt Balves CDU-Chef Hubert Sauer die rege Straßen-Bautätigkeit. Wüst habe aber nicht nur einen „guten Job im Verkehrsministerium gemacht“, sondern sei auch bei der Mittelstandsvereinigung beliebt, stellt auch Sauer fest. Er erhofft sich von diesem jungen Familienvater auch andere Ansätze, wobei Sauer mit Blick auf Armin Laschet unterstreicht. „Er hat das in Nordrhein-Westfalen gut hinbekommen.“

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