Prozessauftakt im blutigen Kettensägen-Streit erst 2018

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Prozess beginnt erst 2018.

Schalksmühle/Werdohl - Der Prozess um den blutigen Kettensägen-Streit Ende Februar im Bereich Schnarüm, als ein 37-jähriger Landwirt aus Werdohl einem 54-jährigen Schalksmühler lebensgefährliche Schnittverletzungen zugefügt hatte, wird aus Termingründen nicht mehr in diesem Jahr, sondern frühestens Anfang 2018 vor dem Amtsgericht in Lüdenscheid verhandelt.

„Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest“, sagte David Theile, Pressesprecher des Amtsgerichts, auf Anfrage unserer Zeitung. 

Gegen den Werdohler hat die zuständige Staatsanwaltschaft Hagen Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben. Zur Erinnerung: In der Auseinandersetzung ging es um den ehemaligen Hof am Römerweg, der der Lebensgefährtin des Werdohlers bei einer Zwangsversteigerung im August 2015 zugeschlagen worden war. Der Schalksmühler und eine Frau, die das Anwesen bewohnten, hatten sich mehrfach gegen das Verfahren gewehrt.

So wurde auch am Tattag eine Vollstreckungsabwehrklage gegen die Zwangsräumung am Landgericht Hagen verhandelt, wo der Schalksmühler als Zeuge hätte aussagen sollen. Der Landwirt aus Werdohl wollte dies nutzen, um an seinem neuen Grundstück Arbeiten mit der Kettensäge an einem Zaun durchzuführen.

Folgenschweres Zusammentreffen

Weil der Schalksmühler aber nicht im Gericht erschien, kam es zum folgenschweren Zusammentreffen. Der Bewohner des Hauses kam mit einer Kunststoffstange in der Hand auf den Werdohler zugelaufen, um diesen an den Zaunarbeiten zu hindern. In der folgenden Auseinandersetzung fügte der Angeklagte dem Schalksmühler schwerste Schnittverletzungen an beiden Unterarmen zu. 

Gegen den 54-Jährigen, der der Szene der Reichsbürger zuzuordnen ist, wird kein Verfahren eingeleitet. Er hat sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft als Bewohner des Anwesens bei dieser blutigen Auseinandersetzung am Gartenzaun lediglich im Rahmen der Selbsthilfe gewehrt. Als Geschädigter wird er allerdings als Zeuge geladen werden.

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