Land bewilligt 696.000 Euro für Stadtumbau

Bürgermeister Siegfried Griebsch

WERDOHL - Die Bezirksregierung hat der Stadt am Donnerstag mitgeteilt, dass der Stadtumbau in Werdohl mit zusätzlich 696.000 Euro gefördert wird. Damit sei sichergestellt, dass Brüninghaus-Platz und Lennespange nach der Entwurfsplanung des Büros GeskesHack gebaut werden können.

Das erklärte Bürgermeister Griebsch gestern gegenüber unserer Zeitung. Aufgrund dieser Planung des Berliner Architekturbüros war vor einigen Wochen klar geworden, dass die bestehende Förderung nicht ausreicht, beide Projekte zu finanzieren. Es fehlten auf einmal 870.000 Euro.

Schon während der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung hatte Griebsch erklärt, er werde sich um die Bezuschussung bei der Bezirksregierung bemühen. „Dass es jetzt so schnell geht, damit hatte ich auch nicht gerechnet,“ sagte ein hörbar gut gelaunter Bürgermeister am Freitag. Das Ministerium habe ganz offensichtlich festgestellt, dass die beantragten Mehrkosten von 870.000 Euro begründet seien.

Der endgültige Bewilligungsbescheid sei erst im Oktober oder November zu erwarten, dennoch könne „im Prinzip sofort“ mit dem Bau begonnen werden, so Griebsch. Ein Ratsbeschluss sei nicht mehr nötig, weil ja Konsens darüber herrsche, dass beide Umbaumaßnahmen gewollt wären. Griebsch: „Aus meiner Sicht geht auch kein Weg an einer weiteren Zusammenarbeit mit GeskesHack vorbei.“

Die Politik müsse jetzt entscheiden, ob die noch nicht veröffentlichte Entwurfsplanung noch vor der Kommunalwahl beraten werde oder ob sich erst das neu gewählte Gremium damit befassen solle. Griebsch rechnet damit, dass noch in diesem Jahr mit dem Umbau begonnen werden könne, egal, wer dann Bürgermeister sei.

Für alle Stadtumbaumaßnahmen einschließlich der Regionale-Projekte habe die Stadt dann 5,6 Millionen Euro erhalten. Der Eigenanteil der Stadt verteile sich über fünf Jahre auf 1,7 Millionen Euro, aufs Jahr umgerechnet seien das 340.000 Euro. Das sei weniger als die Hälfte des jährlichen Etats, den die Stadt für die Unterhaltung ihrer Gebäude und Liegenschaften aufwende. Für den Fond Deutsche Einheit zahle die Stadt jährlich 900.000 Euro, für Schülerbeförderungskosten 630.000 Euro.

Griebsch: „Ich nenne diese Zahlen zum Vergleich, um deutlich zu machen, dass die Stadt mit diesen 340.000 Euro jährlich in die Lage versetzt wird, zahlreiche Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt umzusetzen, trotz des Stärkungspaktes.“ Ein Verzicht auf die Zuschüsse aus dem Stadtumbau bringe den Bürgern seiner Ansicht nach nur Nachteile. - Von Volker Heyn

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