VDM lädt Schüler und Eltern zur Besichtigung ein

Sven Haarhaus informierte über die Ausbildungen bei VDM. - Foto: Jentzsch

Werdohl -  Sieben Jungen, ein Mädchen und ihre Eltern nutzen den sogenannten Elternday bei der Firma VDM Metals GmbH, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten in dem Werdohler Unternehmen zu informieren.

Sven Haarhaus informierte sie über die kaufmännischen Berufe. Christian Schepers präsentierte die Lehrberufe aus dem gewerblich-technischen Bereich und führte die Gäste durch die Lehrwerkstatt sowie die Karriereschmiede samt Schulungsräume.

Personalabteilungs-Mitarbeiter Haarhaus stellte zunächst das Unternehmen vor. VDM bildet aktuell 85 junge Menschen in zwölf Berufen aus – 70 im gewerblich-technischen Bereich, 15 im kaufmännischen. 17 der derzeitigen Azubis haben ihre Ausbildung erst im August begonnen.

Zur Ausbildung bei VDM gehören laut Haarhaus grundsätzlich ein Unternehmensplanspiel, ein Fahrsicherheitstraining, verschiedene Gesundheitsaktionen sowie die Unterrichtung im Business-Knigge. Haarhaus erklärte, dass junge Menschen, die von der Schule kämen, oft bei den ersten Kontakten zum Arbeitsleben dächten: „Da kommen Leute mit einer Krawatte herein. Oh Gott, wie rede ich denn mit denen?“

Azubis bei VDM erhalten Lernmittelzuschüsse und bei Erreichen besonders guter Noten auch Ausbildungsprämien, verriet Haarhaus. Duale Ausbildungsgänge, das heißt Lehren als Industriekaufmann sowie Industriemechaniker im Verbund mit dem passenden Studium, seien beim Werdohler Unternehmen auch möglich. Das kaufmännische Studium werde in Hagen, das technische in Iserlohn absolviert. Die Studiumsinhalte würden teils an Samstagen vermittelt, müssten teils aber auch zuhause selbst erarbeitet werden.

„Einige Stellen für das Ausbildungsjahr 2015 haben wir bereits bis Ende November besetzt“, riet Haarhaus zur Eile. Und so gab er den Besuchern Tipps zum Schreiben einer Bewerbung. Dabei warnte er eindringlich vor zu vielen unentschuldigten Fehlstunden auf dem Zeugnis.

Die VMD-Azubis, so Haarhaus, bestünden ihre Abschlussprüfungen zu 100 Prozent. „Es rasselt hier niemand durch die Prüfung.“ Beinahe alle würden vom Unternehmen hinterher übernommen – teils mit Jahresverträgen, vielfach aber auch unbefristet. Wer nicht bei VDM bliebe, habe sich etwa für die Aufnahme eines Vollzeitstudiums entschieden.

Christian Schepers, Ausbilder im gewerblich-technischen Bereich, erläuterte beim Rundgang durch die Lehrwerkstatt unter anderem die Funktionsweise des Drehautomaten. Er betonte: „Langweilig wird es hier nicht. Es passiert jeden Tag etwas Neues – und sei es der Liebeskummer eines Auszubildenden. Auch dann sind wir für die jungen Leute da.“

Der Ausbilder hob hervor: „Auch Mädels sind herzlich willkommen – unbedingt.“ Allerdings würden sich nur wenige junge Frauen für Lehren im gewerblich-technischen Bereich bei VDM bewerben. Zum Schluss der gut 90-minütigen Veranstaltung erklärten Haarhaus und Schepers noch, dass die Berufsschulen je nach Ausbildungsgang in Lüdenscheid oder Unna seien.

Der Elternday ist eine Veranstaltung, die der Märkische Kreis in Zusammenarbeit mit der Agentur Mark anbietet. Er soll jungen Menschen eine Gelegenheit geben, Berufe kennenzulernen und als Orientierung dienen. Da die Eltern oft wichtige Ratgeber der Heranwachsenden seien, werden diese gezielt mit angesprochen. Das Angebot richtet sich an Acht- und Neuntklässler.

Beteiligt sind im Märkischen Kreis in diesem Jahr auch die Firmen Busch-Jaeger Elektro GmbH in Lüdenscheid, Ewald Rostek GmbH Oberflächentechnik in Menden, HSI Hermann Schwerter in Iserlohn sowie Keuco GmbH & Co. KG in Hemer.

Von Michael Koll

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