Kunstwerkstatt: Konzept steht

Die Werdohler Künstlerin Annette Kögel fiebert der Eröffnung der Kunstwerkstatt im Bahnhof bereits entgegen. Derzeit holt sie Angebote für die Material-Erstausstattung ein und bereitet die Flyer für den Eröffnungstag vor.

WERDOHL - Den ersten Ansteck-Button mit dem Logo der Kunstwerkstatt am Bahnhof (Kuba) hat Annette Kögel schon entworfen. Im Geiste hat die Künstlerin den hohen und lichtdurchfluteten Raum im Dachgeschoss des Werdohler Bahnhofes bereits eingerichtet.

Nach der Eröffnung am Samstag, 15. Juni, ab 15 Uhr will Annette Kögel gemeinsam mit weiteren Dozentinnen aus der Umgebung verschiedene Kurse für Kinder und Jugendliche in der Kuba anbieten. Das Konzept ist bereits erarbeitet.

Gemeinsam mit Sabine Schlosser aus Neuenrade, Elisabeth Beregow aus Lüdenscheid, Jette Flügge aus Iserlohn und Brigitta Weidlinger-Kaiser aus Sundern plant die Werdohler Künstlerin verschiedene Kunstkurse für Kinder und Jugendliche, die im Nachmittagsbereich angeboten werden sollen. Pünktlich zur Bahnhofseröffnung will die Kuba-Leiterin Kögel das Programm für die Zeit nach den Sommerferien präsentieren. Über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Wochen soll der Nachwuchs unter anderem erste Erfahrungen im so genannten Mapping, im Gestalten von Glaskunstwerken oder im Drucken und Zeichnen sowie im Umgang mit Ton sammeln. „Auch Mutter-Kind-Workshops oder Großeltern-Kind-Workshops sind geplant“, verrät Annette Kögel und fügt hinzu: „Ich will die Kuba richtig nutzen, auch am Vormittag.“ Erste Gespräche mit Werdohler Schulen habe es schon gegeben. So habe die evangelische Grundschule bereits Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. „Ich möchte Projekttage für einzelne Klassen anbieten und hoffe natürlich auf eine gute Resonanz“, sagt Kögel.

Finanzieren soll sich die Kuba im historischen Bahnhofgemäuer unter anderem durch Sponsorengelder. So übernehme beispielsweise ein Gönner die Erstausstattung mit Walzen, Pinseln, Acryllfarben, lufttrockener Modelliermasse und allem, was für den Start einer Kunstwerkstatt sonst noch nötig sei. „Das Mobiliar wie Stühle, Tische und Regale bekommen wir aus den Schulen“, berichtet Kögel im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die laufenden Kosten für den Betrieb der Kuba sollen durch die Kursgebühren gedeckt werden. „Eine Kurseinheit wird zwei Schulstunden dauern. Die Kosten für zehn Einheiten werden etwa 70 Euro betragen“, plant die Werdohler Künstlerin, die sich bezüglich der Preise mit der Neuenrader Kiku-Leiterin Irmhild Hartstein abgesprochen hat. Kögel: „Wir wollen keine Konkurrenz zwischen den Angeboten in beiden Städten schaffen“.

All jene, die sich einen ersten Eindruck vom Angebot der Werdohler Kuba verschaffen wollen, sind zur Bahnhofseröffnung willkommen. In verschiedenen Workshops können die Jungen und Mädchen mit Ton arbeiten, unter fachkundiger Anleitung Relief-Arbeiten herstellen oder erste Erfahrungen beim Drucken sammeln.

Zudem planen Annette Kögel und ihre vier Mitstreiterinnen zwei Schnuppertage am Samstag, 6 Juli, und am Samstag, 13. Juli, jeweils von 11 bis 17 Uhr. „Dann können die Kinder sich einen ersten Eindruck verschaffen“, erläutert Kögel das Konzept. Dieses Angebot soll kostenfrei sein. Lediglich für den Materialeinsatz soll ein kleiner Obolus anfallen.

Organisatorisch soll die Kunstwerkstatt im Bahnhof laut Annette Kögel unter dem dem Dach des Kleinen Kulturforums angesiedelt werden. Genaue Details seien allerdings noch nicht geklärt.

Annette Kögel freut sich schon sehr auf die Kuba. Die Arbeit mit Kindern liegt der Künstlerin sehr am Herzen. Seit vier Jahren ist sie als Dozentin an der Neuenrader Kiku tätig. Zudem bietet sie in ihrem Atelier einen Kindermalkursus an und arbeitet zweimal wöchentlich mit Kindergartenkindern in verschiedenen Einrichtungen.

Von Ute Heinze

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