Kunst verschwindet im Herbstlaub

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Jutta Fiebig und René Hildebrand bei der provisorischen Installation der Sonnenfänger auf dem Remmelshagen. Von Werdohl aus waren die Kunstwerke gestern aber kaum zu sehen.

WERDOHL -  „Wir haben erkannt, dass wir es so nicht machen können“, stellte Werdohls Bürgermeister Siegfried Griebsch Montag auf dem Goetheparkplatz fest. Dorthin waren die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung gegangen, um sich die „Sonnenfänger“ anzuschauen, die im Rahmen der Regionale 2013 auf dem Erlebnispunkt Remmelshagen installiert werden könnten.

Schon vor der Ortsbegehung hatte Jutta Fiebig vom Werdohler Planungs- und Architekturbüro Fiebig die Kommunalpolitiker im Rathaus vorgewarnt: „Durch das bunte Herbstlaub fallen die Sonnenfänger momentan kaum auf.“ Das bewahrheitete sich wenig später: Die fluoreszierenden Kunstwerke, auch Cazador-del-sol genannt, waren mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. „Eine Alternative wäre, die Schneise neben dem Aussichtspunkt als Standort zu nutzen“, meinte Bürgermeister Siegfried Griebsch. Auch eine zweite Idee hatte das Stadtoberhaupt parat: „Die Sonnenfänger mitten in die Lenne zu setzen, wäre eine Idee.“ Ob dies allerdings im Rahmen der Regionale-Fördergelder realisiert werden könne, müsse geklärt werden.

Designer und Künstler René Hildebrand hatte die Vorzüge seiner Sonnenfänger zuvor im Rathaus geschildert. Besonders bei schlechtem Wetter und in der Dämmerung sei das Leuchten der sich bewegenden Objekte gut zu sehen. „Sie haben eine beruhigende, angenehme Wirkung“, betonte Hildebrand. Dagegen sei das fluoreszierende Material nachts unattraktiv. Auf dem Goetheparkplatz merkte auch der Künstler an, dass es bessere Standorte für die Sonnenfänger geben würde.

Ausschussmitglied Jürgen Henke (SPD) brachte es schließlich auf den Punkt: „So wie es jetzt aussieht, ist es nichts. Die Verwaltung, sollte uns andere Vorschläge unterbreiten.“ - cwi

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