Kunst und Musik in der Christuskirche

Eine ganz besondere Atmosphäre erwartete die Besucher.

Werdohl -  Konzert, Kunst, Kirchenklön, Nachtmusik und Nachtgebet – das waren die fünf „Zutaten“ für die sechste Nacht der offenen Kirchen der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl in der Christuskirche am Pfingstsonntag. So konnten sich die mehr als 60 Besucher des Gotteshauses gemäß dem Motto des Abends „Fünf nach acht“ nicht nur auf besinnliche, sondern auch auf abwechslungsreiche Stunden freuen.

Die gelungenen Musikauswahl von traditionell bis modern aus fünf Jahrhunderten eröffnete das Vokalquartett – Waltraud Sander, Marion Jeßegus, Sebastian Hoffmann und Werner Nitsch – mit dem vierstimmigen Choralsatz „Nun bitten wir den Heiligen Geist“. Die musikalische Abendmusik fand in der stimmungsvoll gestalteten Christuskirche somit einen tragend festlichen Auftakt.

Was folgte, war ein eindrucksvollen Konzert. Im Verlauf des Abends begleitete Frank Kirchoff das Quartett am Piano und sorgte des Weiteren mit seinen Soli an der Orgel für besondere Augenblicke, wie beispielsweise mit „A Genle Aria“. Das leichte, weich klingende Orgelsolo schmeichelte einmal mehr der sanftmütigen Stimmung im Kirchenschiff.

Gelungen kombinierten Vokalensemble, Pianist und Henrik Galla (Schlagwerk) im weiteren Verlauf moderne, flotte Rhythmen nach einer Kompositionen des deutschen Kirchenmusikers Michael Schütz. Dass Psamlen im popularen Stil durchaus Anklang finden, bewies das Publikum, das diesem Beitrag reichlich Applaus spendete. Ebenso wie dem Solo # 7, ein peppiger Schlagzeug-Auftritt von Henrik Galla, dessen Rhythmus das Kirchenschiff komplett erfüllte. In den vollen Genuss der ausdrucksstarken Stimmen der Sänger kam das Publikum vor allem bei der Darbietung der Motette nach Psalm 116 „Ich liebe, weil erhöret der Herr“. Ausdrucksstark erhoben sich die einzelnen Stimmen, verbanden sich zu einem harmonsichen Ganzen und ließen die Zuhörer auf einer Welle der Musik schweben.

Nicht selten schweiften an diesem Abend die Blicke des Publikums von den Akteuren im Altarraum ab und blieben an den Malereien „hängen“, die von Künstlerin Annette Kögel anlässlich der Nacht der offenen Kirchen an mehreren Stellen arrangiert worden waren. Die Farbkompositionen komplettierten die rundum gelungene Veranstaltung. - von Susanne Riedl

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