Kulturcafé vor Gold-Jubiläum - „Oper légère“ am 8. Oktober

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Die Werbung für die 50. Werdohler Kultur-Café-Veranstaltung hat begonnen. Annette Wolf (links) und Carla Marlinghaus präsentieren das Plakat für die „Oper légère“ mit Franziska Dannheim und Jeong-Min Kim.

Werdohl - Bald feiert die Kulturcafé-Reihe der Beiratsdamen des Kulturvereins "Werdohl heute" das Gold-Jubiläum. Am 8. Oktober steht die 50. Auflage unter dem Titel "Oper légère" an.

Ein von Werner Dreisbach geleiteter Gesprächskreis am „Runden Tisch“ über das kulturelle Leben in Werdohl gab 1998 den Ausschlag dafür, dass sechs Jahre später eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen wurde. 

Bald feiert die Reihe das Gold-Jubiläum. Gemeint ist die Kulturcafé-Reihe der Beiratsdamen des Kulturvereins „Werdohl heute“ mit vier Veranstaltungen pro Jahr. Die Reihe erfreut sich von der Premiere bis in die Gegenwart großer Beliebtheit, wobei in einigen Fällen gar von mächtiger Euphorie und Beachtung weit über die Grenzen der Stadt hinaus die Rede sein darf. 

Die 50. Auflage dieser Reihe steht unter dem Titel „Oper légère“ in knapp einem Monat am 8. Oktober um 18 Uhr bevor. Der Vorverkauf startet am 23. September im Reformhaus Hardt. Eine Karte kostet 10 Euro. Was am „Runden Tisch“ zunächst als Suche nach Möglichkeiten der Entwicklung und Zusammenarbeit auf dem Boden der Kultur in Werdohl begann, nahm aus Sicht der Beiratsdamen des Kulturvereins „Werdohl heute“ im Frühjahr 2004 Formen an. 

Damals traf man sich noch im Kleinen Kulturforum an der Goethestraße. Unter dem Titel „Wiener Caféhaus“ lernte die Reihe im wahrsten Sinne laufen. Es gab Kaffee, Sachertorte, Schrammelmusik und Rezitationen aus dem Gesamtwerk des in Wien geborenen Alfred Polgar. „Die Leute kamen in Scharen“, erinnert sich Annette Wolf – eine der sieben Beiratsdamen. „Das Interesse war so gewaltig, dass wir letztlich Besucher abweisen mussten, weil kein Platz mehr frei war“. 

Damals fand kein Vorverkauf statt, es wurde kein Eintritt genommen und ein festes Programm gab es auch nicht. Und man war sich längst nicht sicher, ob die Café-Reihe lange Bestand haben würde. Das hat sich geändert. Nicht geändert hat sich indes das ehrenamtliche Engagement der Beiratsdamen hinter den Kulissen. Sie übernahmen die Planung der Veranstaltungen, den Aufbau im Saal, sie sorgten für die immer dem jeweiligen Thema angepasste Deko, für die Häppchen und Getränke. 

Anschließend musste wieder in Eigenregie aufgeräumt werden. „Zum Teil haben wir auch selbst gekocht“, ergänzte Carla Marlinghaus – wie etwa beim 23. Kulturcafé im Februar 2010. Es gab Wild-Suppe. Aus gutem Grund, denn an jenem Abend stand unter Mitwirkung der Bläser des Hegerings Werdohl-Neuenrade und des Ensembles K mit Rudolf Sparing und Peter Zimmer „Hasenpfeffer oder die Erotik des Jägers“ auf der „Speisekarte“. 

Zwei Termine weiter wurde dem Publikum eine musikalische Reise nach New York angeboten – auch hier mit passender Deko, versteht sich. Mit der 35. Auflage der Café-Reihe war zugleich ein Schnitt verbunden. Der Umzug von der Goethestraße zum Kulturbahnhof war vollzogen. Die Chor-Formation Vokalart Menden war zu Gast – zum ersten und bislang einzigen Mal im Café Grote. Danach fanden alle Veranstaltungen im Kleinen Kulturforum im ersten Stock des Kulturbahnhofs mit einem Platzangebot für rund 45 Besucher statt. 

Nicht geändert hat sich auch nach dem Umzug das Programm-Format. Literatur und Musik blieben miteinander verbunden, Kabarett – unter anderem mehrfach mit Erwin Grosche oder auch mit Reiner Kröhnert, Nils Heinrich und Matthias Reuter – bleibt ein Publikumsmagnet. Auch die Sparte Schauspiel, unter anderem mit „Solange es noch Frauen gibt...“, wird vom Publikum gut besucht. Die Liste der erfolgreichen Abende ist lang. 

Eines dürfte bemerkenswert sein: „Am Anfang haben wir uns die Künstler ausgesucht“, erinnert sich Annette Wolf. Inzwischen aber fragen die Künstler selbst nach, ob sie kommen oder wiederkommen dürfen. Die Atmosphäre und das begeisterungsfähige Werdohler Publikum haben sich offenbar herumgesprochen, so die Vermutung von Carla Marlinghaus. Und natürlich sind die Planungen für 2018 längst angelaufen. 

Die erste Veranstaltung im neuen Jahr bietet am 21. Januar mit Ester Lorenz eine Hommage an den Komponisten, Pianisten und Dirigenten George Gershwin.

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