Bummel, Tanz und viel Sonne

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Die Irish Folkband Fragile Matt spielte in der Innenstadt. 

Werdohl - Bei bestem Spätsommerwetter hat der 2. Kulturaktionstag, der mit einem verkaufsoffenen Sonntag kombiniert wurde, viele Besucher in die Cafés und Geschäfte der Innenstadt gelockt.

„Für Euch als Kunden rollen wir den Teppich aus“, sagte Kerstin Bathe vom gleichnamigen Sportgeschäft. Diese Aussage war nicht einmal im übertragenen Sinne, sondern vollkommen ernst gemeint. Vor ihrem Laden hatte Bathe in der Tat einen roten Teppich ausgelegt, auf dem die Kunden das neue Schuhwerk einem ersten Praxistest unterziehen konnten. 

Was gab es gestern noch in der Innenstadt zu erleben? Die Bibliothek hatte ihre Pforten geöffnet und verkaufte Bücher nicht stück-, sondern gleich kiloweise. Um den korrekten Preis zu ermitteln (ein Kilo für 2 Euro) ermittelte Marion Limp-Broscheit das Gewicht mittels einer wuchtigen Küchenwaage. Für das leibliche Wohl sorgten die Mitglieder des Tierschutzvereins Werdohl-Neuenrade mit einem Kuchenbüfett. „Wir wollten mit diesem Aktionstag in eine komplett neue Richtung gehen und die Heimatkultur stärken“, unterstrich Swantje Midderhoff vom Werdohl Marketing. Aus diesem Grund hatten sich die beiden Stadtführer Andreas Späinghaus und Udo Böhme dazu bereit erklärt, einen verkürzten Geschichtsbummel unter den Motto „Vom Krämerladen zum Einzelhandel“ anzubieten. Insgesamt fünf Stationen wurden hierfür im Bereich der Innenstadt angesteuert; darunter der Brüninghaus-Platz, die Alte Post und die Schweinegasse. 

Zudem liegt seit gestern eine neue, kostenfrei erhältliche, Freizeitkarte („Unterwegs in Werdohl“) in den Geschäften aus. Darauf sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Werdohls eingezeichnet und kurz beschrieben. Um das neue Angebot abzurunden, gab es gestern in einigen Läden Fotos ausgewählter Highlights aus dem Stadtbild zu sehen. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Musiker der Irish Folkband Fragile Matt. Neben einer Gitarre spielten David Hutchinson, Katja Unterberg und Andrea Zielke noch auf einer irischen Trommel (Bodhrán) und Geige (Bouzouki) ihre traditionellen Volkslieder. Beim Kulturaktionstag durfte natürlich auch „Schlotis Bimmelbahn“ nicht fehlen. „Die ist Kult“, sagte auch Sonja Behnke, die mit einem ehrenamtlichen Helfer-Team den Fahrkartenstand betreute. 

Zudem gab es einen Tisch voller Spielzeug. Der Grund: „In Werdohl existiert kein Spielwarengeschäft mehr.“ Alle Einnahmen aus dem Verkauf werden an die Werdohler Tafel gespendet. Dies galt auch für den Erlös aus den selbstgehäkelten Tieren. Sie dienten als Dekoration einer Hobby-Eisenbahn, die wiederum in einem Opel-Blitz, Baujahr 1934, aufgebaut war. Die Tafel selbst war übrigens mit einem Waffelstand vertreten. Den dritten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr wird es übrigens gemeinsam mit dem Weihnachtsmarkt am 16. Dezember geben.

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