Küster-Ehepaar Nitsch: Dienstzeit endet

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Werner und Margarete Nitsch.

WERDOHL - Fünf Jahre lang hatten Margarete und Werner Nitsch als Küster-Ehepaar weitgehend ehrenamtlich für einen reibungslosen Ablauf der Gottesdienste in der Evekinger Friedenskirche gesorgt – zu Silvester waren beide, wie schon langfristig vereinbart, am Ende ihrer abwechslungsreichen Dienstzeit angekommen.

Mit Beginn des neuen Jahres ändert sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl nicht nur die Gottesdienstlandschaft; auch der Küsterdienst wird zumindest für die Bereiche der Kreuz- und Friedenskirche neu geregelt. Die zentralen Aufgaben nimmt jetzt Herbert Bast wahr, der bislang ausschließlich an der Oststraße tätig war. Alles andere soll von einem – noch gesuchten – Hausmeister erledigt werden.

„Die Arbeit hat uns immer Freude bereitet“, so das Fazit der Eheleute Nitsch, die vor fünf Jahren die Nachfolge von Ulla und Hans-Günther Häring angetreten hatten. Offiziell waren beide Frauen die Küsterinnen mit einer Bezahlung auf 400-Euro-Basis. Die Männer galten sozusagen als deren „rechte Hand“ und bekamen für ihre Leistung nichts, obwohl – so Margarete Nitsch anerkennend im Rückblick – „Werner fast mehr gemacht hat als ich“.

Das mag aus ihrer Sicht auch stimmen; getrennt bewertet wurde der Einsatz der 64 und 62 Jahre alten Eheleute bei der offiziellen Verabschiedung durch Pfarrer Dirk Grzegorek kurz vor Weihnachten jedoch nicht. Beide hatten sich weit über das erwartete Maß hinaus in den Dienst in der Kirche (und um sie herum) eingebracht und konnten sich in den vergangenen fünf Jahren hohes Ansehen in der Gemeinde und allen Gruppen erwerben.

Der Zeitaufwand für die vielen sicht- und auch unsichtbaren Aufgaben stand dabei in keinem Verhältnis zu der Bezahlung, die für den Küster-Job geleistet wurde. Besonders hoch war er in Zeiten rund um Weihnachten oder auch Ostern. „Aber darauf darf man nicht gucken, wenn man sich auf diese Arbeit einlässt“, so Margarete Nitsch. Gleichwohl freut sie sich jetzt über mehr Freizeit und die Tatsache, dass auch Ehemann Werner nicht mehr lange braucht, bis er das Rentenalter erreicht hat. - Rainer Kanbach

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