Kümbet-Fest: Gäste reisen sogar aus der Türkei an

Die Gäste nahmen am Samstag auf Bänken Platz oder machten es sich auf dem Rasen rund um den Sportplatz gemütlich. - Fotos: Koll

Werdohl - In Werdohl fand am Samstag auf dem Gelände vor dem Vereinsheim Altenmühle das Kümbet-Giresunlular-Fest statt.

Nach vier Jahren Pause wurde das Fest nun am Samstag wieder gefeiert – dieses Mal auf dem Gelände rund um den benachbarten Sportplatz. Rund 50 Mädchen und Jungen spielten mit diversen Bällen auf dem Kunstrasen. 20 weitere drängten in die daneben aufgestellte Hüpfburg. Auf den Rasenflächen kamen die Erwachsenen ins Gespräch. Sie aßen miteinander, saßen auf Bierzeltgarnituren und direkt auf dem Rasen.

Atif Özer, 1. Vorsitzender des ausrichtenden Werdohler Kulturverein Giresun‘lular Dernegi, erklärte die Veranstaltungspause mit Organisationsproblemen. Der stellvertretende Vorsitzende des Türkischen Elternvereins aus Werdohl – Ali Akdeniz – ergänzte: „Außerdem gab es Kostengründe für die Aussetzung des Festes.“

Derweil sang auf der Bühne ein Sänger. Erste Festbesucher tanzten. Das Kulturprogramm bestritten Güler Öztürk, Erdal Güvendi und Sefik Oral. Die ersten beiden Sänger waren eigens aus der Türkei angereist. Letzterer lebt in Werdohl.

Auch die Festbesucher kamen teils von weit her: Aus dem gesamten Märkischen Kreis, aus Nordrhein-Westfalen, aus Wiesbaden und vereinzelt sogar aus der Türkei waren die Gäste angereist.

Rund zehn Prozent der Festteilnehmer waren Deutsche, darunter auch die Werdohler Bürgermeisterin Silvia Voßloh. Ali Akdeniz bedauerte: „Es ist aber schade, dass nicht mehr unserer deutschen Nachbarn gekommen sind.“ Er lächelte und überlegte dann: „Vielleicht müssen wir sie das nächste Mal einfach unterhaken und selbst mitbringen.“

Vereinsvorsitzender Atif Özer schaute sich derweil zufrieden um. Die Mühen der Vorbereitungen hatten sich offensichtlich gelohnt: „Wir haben gestern von 8 Uhr morgens bis abends um 19 Uhr alles für das Fest auf dem Gelände hier aufgebaut“, berichtete er. Gut 800 Besucher über den Tag verteilt entschädigten ihn und seine Mitstreiter für den Aufwand.

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