Kruglers feiern ihre Goldhochzeit

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Ursula und Hans-Dieter Krugler sind seit 50 Jahren miteinander verheiratet und vergnügt wie am ersten Tag.

WERDOHL -   Die Frage nach seinem Geburtsort beantwortet Hans-Dieter Krugler mit einem Wink zum Schalke-Wimpel über dem Sofa. Da braucht es keiner weiteren Worte. Seine Ursula wurde in Werdohl geboren. Ende 62, Anfang 63 – ganz genau wissen die Beiden das nicht mehr – lernten sie sich auf nicht ganz halbem Wege zwischen Gelsenkirchen und Werdohl kennen.

Von Thomas Krumm

„Eine Freundin hatte in Witten eine Kneipe“, erklärt Ursula Krugler. „Dort haben wir uns kennengelernt.“ Relativ schnell muss dann klar gewesen sein, dass das ein erfolgreiches Projekt werden könnte, denn am 24. Januar 1964 heiratete das Paar. Er war zunächst als Omnibusfahrer in Europa unterwegs, bis die Beiden eine Gastwirtschaft in Witten aufmachten. Fünf Jahre dauerte diese Zeit, deren Erfolg Hans-Dieter Krugler in Hektolitern misst: stattliche 50 waren es pro Monat – damals waren eben noch andere Zeiten.

Eine Arbeitsstelle bei Brüninghaus war 1976 der Grund für den Umzug nach Werdohl. Hans-Dieter Krugler brachte es dort zum Maschineneinrichter und schließlich zum Vorarbeiter. 2003 ging er in den Ruhestand. Ursula Krugler machte zunächst einen Kiosk auf der Königsburg auf. Später wechselte sie ins Hotel zur Burg, wo sie stattliche 17 Jahre als Kellnerin arbeitete. „Mit der Kegelbahn war das damals eine Goldgrube“, erklärt sie. So ganz konnte sie das Kellnern auch nach dem Ruhestand nicht lassen: Bis heute steht sie in der Gaststätte Klute-Olbrich hinter dem Tresen. Ganz aufhören mochte auch Hans-Dieter Krugler nicht: Bis heute arbeitet er als Kurierfahrer.

Ein Blick auf die Besucher, die Samstag zur Feier der Goldenen Hochzeit in das Restaurant „Vier Jahreszeiten“ kommen, macht deutlich, dass die Ehe der Kruglers auch mit Kindern und Enkeln gesegnet wurde.

Die Söhne Ralph und Thomas sowie Tochter Andrea blieben Werdohl weitgehend treu. Ein Umzug nach Altena-Dahle war da schon ein vergleichsweise großer Schritt. Gemeinsam mit ihren Eltern werden die fünf Enkel Sebastian, Anika, Dean, Nina und Norman mitfeiern. Die Großeltern freuen sich besonders darüber, dass die fünf Enkel sie regelmäßig besuchen.

Ehrengäste sind neun Mitglieder des Kegelclubs „Die Namenlosen“, die einst der Schrecken aller Kegel-Stadtmeisterschaften waren, die der damalige SV-Redaktionsleiter Rainer Kanbach initiiert hatte. Sieben Jahre hintereinander gewannen „Die Namenlosen“ den Pokal. Gekegelt wurde irgendwann nicht mehr, aber die Stammtischrunde blieb erhalten. „Die kommen alle“, sind sich die Kruglers sicher. Dem Fazit, dass diese 50 Ehejahre ein sehr erfolgreiches Projekt gewesen seien, widerspricht das Goldhochzeitspaar nicht: „Große Rückschläge hatten wir nicht.“

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