Kritik an Hüttendorf vor dem WK: "Weihnachtsmarkt nicht teilen"

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Der Weihnachtsmarkt fand in diesem Jahr auf dem Platz Zur alten Post statt.

Werdohl - Der Weihnachtsmarkt sorgt auch abseits seines eigentlichen Schauplatzes noch für Diskussionen. Manfred Hoh, ehemaliger Sprecher des Werdohler Bürgerstammtisches, kritisiert ein Mini-Hüttendorf, das am selben Wochenende vor dem WK-Warenhaus aufgestellt war.

So war Manfred Hoh, dem ehemaligen Sprecher des Werdohler Bürgerstammtisches, ein Dorn im Auge, dass das WK-Warenhaus, die Blumenhandlung Fromm und das Café Baroque am vergangenen Wochenende ein eigenes Mini-Hüttendorf auf dem Brüninghaus-Platz aufgebaut hatten. Dafür hatten sie eine offizielle Genehmigung von Bürgermeisterin Silvia Voßloh und dafür hatten sie auch ganz offiziell drei Weihnachtshütten der Werdohl Marketing GmbH angemietet.

„Ich bin dagegen, dass man den Weihnachtsmarkt derart teilt. Diese drei Anbieter haben auf dem offiziellen Platz gefehlt“, beklagte Hoh. Wenn das Schule mache, sei das eine falsche Entwicklung: „Dann können wir den Weihnachtsmarkt ganz vergessen“, sagte Hoh, der in dem Angebot der drei Geschäftsleute vom Brüninghaus-Platz eine Gegenveranstaltung zum offiziellen Weihnachtsmarkt sah. Hoh betonte, dass dies seine persönliche Meinung sei. Ob sie sich mit der des Bürgerstammtisches decke, ließ er offen.

"Wir wollten etwas für die Stadt tun"

Peter Ebener, Geschäftsführer des WK-Warenhauses, kann die ganze Aufregung eigentlich nicht verstehen. Er wollte sich ebenso wie Floristmeister Carsten Fromm nicht zu der Kritik Hohs äußern. betonte aber, dass hinter der Aktion eine gute Absicht gesteckt habe. „Das sollte keine Gegenveranstaltung zum Weihnachtsmarkt sein, im Gegenteil: Wir wollten etwas für die Stadt tun. Der Brüninghaus-Platz sollte an diesen beiden Tagen wenigstens ein bisschen weihnachtlich sein“, erklärte Ebener.

Kunden, die sein Kaufhaus verlassen hätten, wären sonst auf einen dunklen Platz hinausgetreten. Um das verhindern und um etwas weihnachtliche Stimmung zu schaffen, hätten WK, Fromm und Baroque draußen Weihnachtsartikel, Grillspezialitäten und Glühwein angeboten.

Unabhängig von der geäußerten Kritik („Dazu kann jeder seine Meinung haben.“) hofft Ebener, dass der Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr wieder auf dem Brüninghaus-Platz stattfinden kann, direkt vor den Türen seines Kaufhauses.

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