Kripo: Die Werdohler leben sehr sicher

Polizeihauptkommissar Wolfgang Klein (l.) vom Sachgebiet Kriminalität und Wachleiter Wolfgang Sudhaus stellten die Kriminalitätsstatistik 2010 vor.

WERDOHL ▪ 1121 Straftaten wurden 2010 in Werdohl begangen. Das sind 159 Fälle mehr als im Vorjahr. Allerdings gäbe es keinen Grund zur Unruhe: „2009 war ein extrem gutes Jahr. Betrachtet man die Statistik über einen längeren Zeitraum ist der Anstieg minimal“, erklärte Kriminalhauptkommissar Wolfgang Klein von der Führungsstelle Sachgebiet Kriminalität.

Gemeinsam mit Wolfgang Sudhaus, dem Leiter der Werdohler Polizeiwache, präsentierte er die Kriminalitätsstatistik.

Wie bereits in den vergangenen Jahren zählt Werdohl zu den sichersten Städten NRWs. Besonders stolz sind die Kommissare über die Aufklärungsquote. „Im Gebiet der Polizeiinspektion Süd, zu der der Märkische Südkreis gehört, liegt die Quote bei 57,9 Prozent. Das ist deutlich besser als der Landesdurchschnitt, der liegt nämlich bei 49,9 Prozent“, erläutert Klein die Zahlen. Werdohl liegt mit einer Aufklärungsquote von 54,6 Prozent zwar knapp unter dem Durchschnitt der Behörde, aber dennoch deutlich über dem Landesdurchschnitt. Dies sei das beste Ergebnis seit zehn Jahren. Die gute Quote sei unter anderem den Bürgern zu verdanken. „Die Bevölkerung ist aufmerksamer und meldet sich schneller bei der Polizei, wenn etwas auffällig erscheint“, erklärt Wolfgang Sudhaus den Anstieg.

Nicht so erfreulich sei die Entwicklung im Bereich der Rohheitsdelikte. Im Bereich der Körperverletzungen gab es einen Anstieg um 25,8 Prozent. „Dabei handelt es sich vor allem um Delikte im Bereich der häuslichen Gewalt sowie im Familien und Bekanntenkreis. Begründen lässt sich dies durch das Anzeigenverhalten. Es werden wesentlich mehr Straftaten gemeldet“, so Sudhaus. Sorgen bereiten den Beamten die jugendlichen Straftäter. Sie seien Haupttäter im Bereich der Straßenkriminalität, wie Klein berichtete: „Wir konnten aber einen Erfolg vermelden. Unser Programm für jugendliche Intensivtäter scheint zu greifen, die Zahlen sinken.“ Zudem gibt es erstmals seit 2006 wieder einen Rückgang im Bereich der Straftaten unter Alkoholeinfluss. Deutlich angestiegen ist hingegen die Zahl der Betrugsfälle. Vor allem gefälschte Tüv-Papiere seien ein großes Thema in Werdohl. Man werde zukünftig verstärkt Kontrollen durchführen.

Lydia Machelett

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