Kreuzkirche zeigt „Damals in Bethlehem“

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Maria und Josef sind begehrte Rollen – wenn sich die Kinder nicht einigen können, wird ausgelost.

Werdohl - Aufregung liegt in der Luft. Gut 20 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis 14 Jahren haben sich am Montagmorgen in der Kreuzkirche versammelt – zur Vor-Generalprobe des Krippenspiels.

Die Kostüme, die sie in der Kirche tragen werden, stammen aus dem Fundus. Teils haben aber auch die Eltern der Akteure in den vergangenen Wochen genäht. Die Kinder und Jugendlichen proben seit Oktober zusammen mit Stefanie Pantack und Christian Wonneberger.

Diese zwei schreiben alljährlich ein neues Krippenspiel rund um die bekannte Weihnachtsgeschichte mit Maria, Josef, Ochs und Esel im Stall. Seit 15 Jahren tun sie dies. Für die Gemeinde der Kreuzkirche ist dies längst eine liebgewonnene Tradition. „Damals in Bethlehem“ ist in diesem Jahr der Titel ihres Werks, verrät Pantack.

„Drei oder vier Schauspieler sind das erste Mal dabei“, verrät Co-Regisseur Wonneberger. „All die anderen sind schon alte Hasen.“ Und die nehmen die kleineren gerne an die Hand. Lampenfieber gehört für alle aber einfach dazu.

Am Montag proben sie dann auch bewusst brenzlige Situationen. Was tun, wenn einmal etwas schief geht, wenn etwa ein Texthänger auftritt? „Sagt einfach: ‘Mir fehlen die Worte’ oder ‘Ich weiß nicht, was ich sagen soll’ – das passt immer“, rät Krippenspiel-Leiterin Pantack.

Vom Inhalt des neuen Stücks mag Wonneberger noch nichts verraten. „Ich verspreche aber für die Besucher des Gottesdienstes an Heiligabend, die um 16 Uhr beginnt, einige Überraschungseffekte“, sagt er und lächelt vielsagend. „Es wird kein Krippenspiel im herkömmlichen Sinne.“

Diese Gelegenheit wird dann nicht nur Premiere für die Krippenspiel-Kinder, sondern auch gleich ihre einzige Darbietung des Weihnachts-Stückes. Umso sicherer wollen sie sein, dass dann auch alles gelingt. Und so gehen sie konzentriert an die letzten Proben. Übrigens: Zwischen den Dialog-Szenen wird auch immer wieder gesungen. Eine Art Musical kommt so in diesem Jahr zur Aufführung.

Und schon proben die Akteure eines ihrer Lieder: „Bethlehem, Du kleine Stadt, Gott hat Dich erwählt. Was jetzt noch unsichtbar ist, wird in Jahrtausenden noch erzählt“, singen sie. Die Zeilen sitzen, die Gesangsstimmen sind richtig gut. Das Zuhören macht Freude.

Wonneberger blickt derweil zurück auf die Probenanfänge. „Wenn die Mädchen und Jungen sich nicht selbst einigen können, wer welche Rolle spielen soll, dann losen wir dies aus. Das ist die gerechteste Art und Weise.“ Geprobt wurde seit Oktober an jedem Samstag – immer für drei Stunden.

Von Michael Koll

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