"Nicht so vorgesehen"

Kreisverkehr auf VDM-Kreuzung: Stadt muss nun doch selbst ausschreiben

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An dieser Stelle soll im kommenden Jahr ein Verkehrskreisel gebaut werden. Die Stadt will VDM darum bitten, Mittel für eine optisch ansprechende Ausgestaltung der Insel zur Verfügung zu stellen.

Werdohl – Mittels Tischvorlage in der letzten Ratssitzung des Jahres wurde die städtische Beteiligung am Bau des VDM-Kreisels festgelegt. 

Der einstimmig gefasste Beschluss besagt, dass die Stadt ihre anteiligen Arbeiten am Bau des Verkehrskreisels von B 236 und B 229 selbst ausschreiben und abrechnen muss. 

Fachbereichsleiter Thomas Schroeder sagte: „Das war so nicht vorgesehen.“ Bequemer wäre es gewesen, den städtischen Anteil mit dem Hauptauftrag von Straßen.NRW zu verbinden. Das war auch so angestrebt, in quasi letzter Minute ist diese Vereinbarung aber doch nicht zustande gekommen. 

Eigenanteil von 65.000 Euro

Der am Montag vom Rat zur Verfügung gestellte Anteil von 65 000 Euro setzt sich zusammen aus 36 000 Euro für Straßenbeleuchtung, 10 000 Euro für barrierefreie Übergänge, 13 000 Euro für die Verlegung von Betriebsdatenkabeln und 6000 Euro für Kanalarbeiten. Die 6000 Euro vom Sondervermögen Abwasser sind vorhanden, die 59 000 Euro städtischer Anteil fehlen im Haushalt 2019 und werden durch geringere Ausgaben beim Bau der Sohlgleite an der Schlacht gegenfinanziert. 

Weil auch noch Versorgungsträger und die VDM als Anlieger an der Baumaßnahme beteiligt sind, war für Straßen.NRW die sonst übliche Abrechnung auf Erstattungsbasis nicht hinnehmbar. Jeder Beteiligte muss jetzt einzeln abrechnen. Die gesamte Maßnahme kostet rund 600 000 Euro. Ausschreibung und Baubeginn sind für Frühjahr 2020 geplant. 

Bald "grüner Hügel mit Disteln"?

SPD-Ratsherr Henke fragte, ob der Kreisel später wie ein „grüner Hügel mit Disteln“ aussehen solle. Bürgermeisterin Silvia Voßloh verneinte, gemeinsam mit VDM werde man ein Ergebnis bekommen. Entschieden sei nichts, aber die Tiefbauabteilung nehme Kontakte auf.

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