VDM-Werk nur aus Richtung Plettenberg zu erreichen

Kreisel-Baustelle: Fertigstellung wohl erst im August

Das VDM-Werksgelände ist derzeit nur aus Richtung Plettenberger Straße zu erreichen. Nach und nach werden in den nächsten Wochen die Zufahrten zum Kreisverklehr fertiggestellt.
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Das VDM-Werksgelände ist derzeit nur aus Richtung Plettenberger Straße zu erreichen. Nach und nach werden in den nächsten Wochen die Zufahrten zum Kreisverklehr fertiggestellt.

Der Kreisverkehrsplatz vor den Toren des Werdohler VDM-Werks nimmt immer konkretere Gestalt an. Die eigentliche Kreiselfahrbahn hat bereits die Asphaltdeckschicht und sogar schon die weißen Markierungen erhalten.

In den nächsten Wochen werden nach und nach die vier Zufahrten zu dem runden Verkehrsknotenpunkt hergestellt.

Die Zufahrt von der Plettenberger Straße ist schon zur Hälfte (in Fahrtrichtung Plettenberg) fertig asphaltiert. Jetzt soll auch mit den Arbeiten aus Richtung Lüdenscheider Straße begonnen werden. Dazu ist zu Wochenbeginn bereits die Verkehrsführung durch die Baustelle geändert worden: Die Fahrzeuge werden jetzt auf der nördlichen Seite an dem Baufeld vorbeigeführt, indem jetzt die Straßenentwässerung an den Kanal angeschlossen und anschließend die Kreisel-Zufahrt asphaltiert werden soll.

Fahrzeuge müssen an der Vorthbrücke drehen

Das führt dazu, dass das VDM-Werk aus dieser Richtung nicht angefahren werden kann. Fahrzeuge, die auf das Werksgelände wollen, müssen zunächst in Richtung Plettenberg fahren, an der Vorthbrücke drehen und und wieder zurückfahren, um dann aus dieser Richtung „falsch herum“ durch den Kreisverkehr an ihr Ziel zu kommen. Eine ursprünglich anders geplante Verkehrsführung aus Richtung Vorthbrücke über das Betriebsgelände habe sich letztlich doch nicht realisieren lassen, begründete Olaf Bühren, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW, warum es zu dieser etwas umständlichen Lösung gekommen ist.

Aus Richtung Lüdenscheider Straße wird nun zunächst die Mittelinsel in der Kreisel-Zufahrt fertig gestellt, anschließend geht es an die Kanal- und Straßenbauarbeiten. Darüber, wie lange sich das hinziehen wird, war bei Straßen.NRW keine Auskunft zu bekommen.

Anschluss der Neuenrader Straße

Offen ist auch noch, wann genau die Neuenrader Straße endgültig an den Kreisverkehr angeschlossen wird. Dazu muss diese Straße nämlich noch einmal komplett gesperrt werden, wobei aber Rücksicht genommen werden muss auf eine Baumaßnahme an anderer Stelle. „Die Neuenrader Straße kann nur in Abhängigkeit von der Baustelle auf der L 698 gesperrt werden“, sagte Projektleiter Bühren. Dort erneuert Straßen.NRW derzeit die Ortsdurchfahrt, und die Stadtwerke Neuenrade nutzen die Gunst der Stunde, um in der Dahler Straße einen neuen Kanal zu verlegen.

Kreisel-Gestaltung: Stadt macht Richtlinien öffentlich

In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) am 20. April hatte die Stadtverwaltung es angekündigt, jetzt hat sie es auch in die Tat umgesetzt: Seit Dienstag steht auf der Internetseite der Stadt Werdohl (www.werdohl.de) ein Merkblatt zur Verfügung, das die Gestaltungsgrundsätze und Hinweise zu Mittelinseln bei Kreisverkehren, der sogenannten Kalotten, enthält. Das vom Landesbetrieb Straßen.NRW herausgegebene Papier soll Werdohlern, die Anregungen für die Gestaltung des ersten Kreisverkehrs in ihrer Stadt geben wollen, als Leitfaden dienen. Ideen für die Gestaltung der Kalotte können direkt bei der Stadtverwaltung eingereicht werden; sie werden dann in den politischen Gremien beraten.

Die L 698 muss aber befahrbar sein, damit Straßen.NRW die Höllmecke wieder als Umleitungsstrecke mit Einbahnstraßenregelung während einer Sperrung der Neuenrader Straße in Werdohl nutzen kann. So hängen also zwei Baustellen, die eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben, doch irgendwie zusammen.

Optimistische Prognose

Projektleiter Olaf Bühren ist optimistisch, wenn er sagt, die Sperrung der Neuenrader Straße sei für einen Zeitraum „im Juni oder Juli“ zu erwarten. Denn schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich die Straßen- und Kanalarbeiten in Neuenrade beziehungsweise Dahle aufgrund von unerwartet hohem Sanierungsaufwand und Lieferschwierigkeiten wohl mindestens bis Ende Juli hinziehen werden.

Eine Kreisel-Fertigstellung bis Ende Juli, wie sie Straßen.NRW im Frühjahr noch in Aussicht gestellt hatte, dürfte damit illusorisch sein. Realistischer erscheint, dass die Großbaustelle, die am Ende wohl Baukosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro verursacht haben wird, frühestens im August abgeschlossen werden kann. Die Baumaßnahmen hätten sich dann über rund 15 Monate hingezogen.

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