Konzert mit Chor und Kammerorchester

+
Der Kirchenchor der Werdohler Christuskirche und das Kammerorchester der VHS Lennetal läuteten mit ihrem Konzert am Sonntag die Adventszeit ein.

Werdohl - Es war wahrlich ein Ohrenschmaus, den der Kirchenchor der Werdohler Christuskirche gemeinsam mit dem Kammerorchester der VHS Lennetal den rund 150 Besuchern am Sonntag servierte. Besinnliche, fröhliche und festlich erhabene Töne läuteten die Adventszeit in der evangelischen Kirche ein.

Die Mischung war es, die das Konzert zu einem Erlebnis werden ließ. Trotz des facettenreichen Repertoires, das von klassischen Stücken über bekannte kirchliche Weihnachtslieder bis zu Kompositionen der Gegenwart reichte, wurde der Zuhörer nie aus dem Bann gerissen. Marion Jeßegus, die die Gesamtleitung hatte, schaffte es, einen Bogen zu spannen, der das Publikum begeisterte.

Und die Besucher waren auch selbst ordentlich gefordert. Immer wieder wurden auch sie in das Konzert eingebunden, sodass zwischenzeitlich ein Chor mit knapp 200 Stimmen mit seinem Gesang das Kirchenschiff erfüllte. Ein Erlebnis, das dem einen oder anderen Gast sicherlich eine Gänsehaut bescherte. Denn majestätischer hätte es wohl kaum klingen können, wenn in Werdohl der Advent besungen wird.

Dabei begann das Konzert eher besinnlich mit dem Präludium in g-moll von Dietrich Buxtehude. Einfühlsam präsentiert von Frank Kirchhoff an der Orgel. Es folgte „Trittst du wieder vor die Nacht“, ein Chorsatz zu vier Stimmen von Hans-Friedrich Micheelsen. Schon der Auftakt weckte die Hoffnung auf ein großartiges Konzert – und die sollte auch in der Folge nicht enttäuscht werden.

Ein erster Höhepunkt folgte zur Mitte des Konzertes mit Andreas Hammerschmidts „Machet die Tore weit“. Die Motette zu sechs Stimmen für Chor und Streicher steigerte sich von Takt zu Takt. Streicher und Chor harmonierten nicht nur, sondern ergänzten und betonten sich gegenseitig. Der darauffolgende Kanon für Chor, Gemeinde und Streicher „Sehet, die gute Zeit ist nah“ überbot das gerade eben erst Gewesene erneut. Es war ein gewaltiger Klang. Und das Publikum steigerte sich bei jeder Wiederholung. Erst zögerlich doch dann immer sicherer und lauter stimmten es in den Kanon ein.

Wer nicht einfach nur genießen wollte, konnte ein munteres Weihnachtliederraten mit der relativ unbekannten Adventskantate „Sieh, dein König“ beginnen. Es vereinte viele verschiedene bekannte Advents- und Weihnachtslieder, wie beispielsweise „Es ist ein Ros entsprungen“ oder „Tochter Zion“. Viel zu schnell endete nach gut zwei Stunden mit dem Stück „Der Stern zu Bethlehem“ ein Konzertabend, der die Besucher nicht nur beschwingt, sondern vor allem auch besinnlich in die Adventszeit entließ. - Von Lydia Machelett

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare