Vorschläge für ein attraktiveres Werdohl

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Dr. Jürgen Fischbach, Marketing-Chef beim Sauerland-Tourismus, Bürgermeisterin Silvia Voßloh sowie Swantje Midderhoff und Ingo Wöste von der Werdohl Marketing GmbH (von links) stellten gestern Nachmittag das druckfrische „Konzept zur Verbesserung der Freizeit- und Lebensqualität in Werdohl“ vor.

Werdohl - Es hat etwas länger gedauert, aber jetzt liegt es vor: Ingo Wöste und Swantje Midderhoff von der Werdohl Marketing GmbH haben Bürgermeisterin Silvia Voßloh gestern Nachmittag das „Konzept zur Verbesserung der Freizeit- und Lebensqualität in Werdohl“ überreicht.

Der Rat hatte im Oktober 2016 die Werdohl Marketing GmbH mit der Erarbeitung eines solchen Konzeptes beauftragt. Mit recht hohem personellen Aufwand – allein sieben Mitarbeiter der Marketing GmbH, aber auch Akteure von Stadt und Sauerland-Tourismus – hat sich die von Stadt, Unternehmen und Stadtmarketingverein getragene Gesellschaft anschließend an die Arbeit gemacht.

Zwischen Oktober 2016 und September 2017 wurden 950 Werdohler befragt, um eine Basis für das Konzept zu erlangen. Darauf aufbauend wurde dann ein dreigeteiltes Konzept erarbeitet, in dem es um die Verbesserung der Lebensqualität, die Förderung der bestehenden Unternehmen und die Entwicklung einer Marketingstrategie geht.

Nah am Puls von Werdohl

„Das alles ist sicherlich nicht wissenschaftlich fundiert, dafür aber sehr nah am Puls von Werdohl“, sagte Marketing-Geschäftsführer Ingo Wöste über das 84-seitige Ergebnis, das er Bürgermeisterin Silvia Voßloh in gedruckter und gebundener Form überreichte. Durch die Einbeziehung von Bevölkerung und Unternehmen sei es ein „Konzept von Werdohlern für Werdohler“, sagte Wöste: „Das macht es so besonders.“

Potenzial besser ausschöpfen

Untersucht und bewertet wurden unter anderem die Aufenthaltsqualität an Lenne und Verse, Gesundheits- und Wellnessangebote, Freizeit- und Kulturangebote, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten. Das Konzept enthält auch einen Masterplan Fahrrad. Eine der Hauptaussagen des Konzeptes lautet, dass die Lenne und die Lenneroute viel Potenzial haben, das besser ausgeschöpft werden sollte.

Werdohl ist kein Tourismusort

Viel Anerkennung fand das Konzept bei Dr. Jürgen Fischbach, Marketing-Leiter des Sauerland-Tourismus’, der als Ideengeber und Lektor fungiert hatte. Er bezeichnete das Papier als mustergültig. Für die kommende Regionale-Phase sei es eine Steilvorlage, meinte er mit Blick auf mögliche Fördermittel, mit denen die eine oder andere Maßnahme finanziert werden könnte. „Es wurde nicht nur auf die eigene Scholle geschaut, sondern auch nach Vernetzungsmöglichkeiten gesucht“, fand er. Und: In dem Konzept würden sowohl weitläufige Perspektiven aufgezeigt als auch Maßnahmen genannt, die kurzfristig umgesetzt werden könnten.

„Werdohl ist ja nun nicht der starke Tourismusort. In diesem Konzept geht es deshalb darum, den Menschen vor Ort die Lebensqualität der Stadt vor Augen zu führen. Das kann dann auch andere anziehen“, sagte Fischbach.

Ein bunter Blumenstrauß

„Das Konzept ist ein bunter Blumenstrauß, aus dem die Politik etwas machen kann“, formulierte Ingo Wöste, wie aus der grauen Theorie nun farbige Realität werden kann. Bürgermeisterin Silvia Voßloh kündigte an, das Konzept in der nächsten Woche dem Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung (Ustea) vorlegen zu wollen, der sich anschließend damit beschäftigen könne. Auch für andere Fachausschüsse des Rates könne es als Arbeitsgrundlage dienen.

Noch nicht öffentlich

Der Öffentlichkeit ist das Konzept derzeit noch nicht zugänglich. Allerdings versprach die Bürgermeisterin, es „zeitnah“ in digitaler Form auf der Internetseite der Stadt zur Verfügung zu stellen. Dann wird auch der eine oder andere Werdohler, der zur Erstellung des Konzeptes beigetragen hat, herausfinden können, wie die Marketing GmbH seine Ideen und Anregungen verarbeitet hat.

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