Konvektomat und Küche für Grundschulkinder

Schreinerin Antje Schmidt von der Firma Armbrecht hat die Küche in der katholischen Grundschule aufgebaut, die nach den Ferien 33 Kinder versorgen wird. Schulhausmeister Martin Schüngel unterstützt sie dabei.

WERDOHL ▪ 104 Werdohler Eltern haben ihre Kinder für die Offene Ganztagsgrundschule verbindlich angemeldet, im Augenblick werden die baulichen Voraussetzungen vor allem für die Versorgung mit Mittagessen geschaffen.

In der katholischen Grundschule haben 33 Eltern Betreuungsverträge unterschrieben, in der evangelischen Grundschule in Ütterlingsen sind es sogar 35 und in der Gemeinschaftsgrundschule am Standort Kleinhammer mittlerweile 36.

Die OGS bietet neben dem warmen Mittagessen auch am Nachmittag eine pädagogische, sportliche oder künstlerische Betreuung außerhalb des Unterrichts, teilweise sogar in den Schulferien. Dazu werden zum Beispiel Übungsleiter, Betreuer, Ehrenamtler oder Eltern eingesetzt.

Erfahrungen mit so einem Modell hatte die evangelische Grundschule mit der Betreuung 13 plus. Dort wurde bereits Mittagessen gekocht, die Küche ist dazu eingerichtet. Der dortige Betreuungsverein wird auch als Träger für die künftige OGS auftreten, das Konzept für die Betreuung stammt von der Schulleitung.

Neuland hingegen betreten die katholische Grundschule und die Grundschule in Kleinhammer. Hier werden die Fördervereine die Trägerschaft übernehmen, die Konzepte stammen ebenso von den Schulleiterinnen. In der katholischen Grundschule wird für die Zubereitung des Mittagessens eine Küche eingebaut. Die Stadt investiert hier 32 000 Euro für Maler- und Elektroarbeiten, eine Kücheneinrichtung sowie Stühle und Tische für den Mensabereich.

Hygienebestimmungen

beim Bau der Küche

Bauleiter Peter Grau von der Stadt berichtet von Besonderheiten, die bei der Einrichtung der Küche berücksichtigt werden müssen. So wird zum Beispiel an die Wände eine lebensmittelechte Farbe verstrichen, die drei Mal so teuer wie normale Binderfarbe ist. In der katholischen Grundschule wird das Essen ebenso frisch gekocht wie in der evangelischen Schule.

Der Schulstandort Kleinhammer hat sich für eine Küche mit Konvektomat entschieden. Das ist ein Dampfgarer, mit dem das tiefgekühlte Essen zubereitet wird. Die Firma Apetito liefert größere Blöcke Tiefgekühltes. Hier investiert die Stadt insgesamt 7500 Euro.

Das Essen müssen die Eltern über einen besonderen Beitrag bezahlen. Die Kosten für die Betreuung am Nachmittag, die vor allem aus Personalkosten bestehen, werden vom Land und von der Stadt finanziert. 820 Euro pro Kind und Jahr zahlt das Land, 410 Euro die Stadt. Die Stadt Werdohl übernimmt also jährlich rund 43 000 Euro Kosten für die OGS. Pro Kind und Schuljahr stehen damit 1230 Euro zur Verfügung.

Volker Heyn

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