Hohe Geldstrafen

Kontaktsperre: So wird in Werdohl und Neuenrade kontrolliert

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Werdohl/Neuenrade – „Es kommt so langsam in den Köpfen der Menschen an, dass sie sich unbedingt an die Regeln halten müssen“, stellt Sabine Rogoli vom Ordnungsamt der Stadt Neuenrade fest.

Bereits am Wochenende sei es sehr ruhig gewesen – auch an den Orten, wo es zuvor bereits zu heimlichen Treffen gekommen sei. „Wir arbeiten in zwei Schichten“, berichtet Rogoli, und ergänzt: „Wir waren das ganze Wochenende über im Einsatz.“ Auch Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) habe sich an den Kontrollen beteiligt. 

Seitdem nun das Kontaktverbot gelte, „sind wir auch nicht mehr zimperlich, wenn wir Verstöße feststellen“, so Rogoli. Würden mehrere Personen zusammen angetroffen, werde anhand des Personalausweises oder des Führerscheins kontrolliert, ob diese in einem Haushalt leben. „Ist das nicht der Fall, weisen wir auf die Regeln hin“, erklärt die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes. Wer sich uneinsichtig zeige, müsse prompt mit einer Geldstrafe in Höhe von „mindestens 200 Euro rechnen“. 

Viele Anrufe von Bürgern

Auch in Werdohl haben viele Einwohner offenbar begriffen, dass die Lage ernst ist. „Hier im Ordnungsamt rufen jetzt viele Bürger an, um nachzufragen was sie noch dürfen und was nicht“, berichtet Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel. „Die Menschen sind viel sensibler geworden. Sie bemühen sich, die Regeln zu verstehen.“ 

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien zudem im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um festzustellen, ob das Kontaktverbot beachtet wird. Bereits am vergangenen Donnerstag habe die Stadt Werdohl den W-Lan-Zugang im Bereich der Stadtbücherei und am Brüninghaus-Platz abgeschaltet, damit diese ihre Attraktivität als Treffpunkte einbüßen. Am Wochenende hätten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes eine Vereinsversammlung auflösen müssen. Die Mitglieder hätten erklärt, von den Einschränkungen nichts gewusst zu haben. 

Polizei unterstützt

Unterstützung erhalten sie dabei von der Polizei. „Unsere Streifenbeamten reagieren, wenn sich irgendwo Gruppen bilden“, erklärt Volker Bootz, der Leiter der Werdohler Wache. Auch, wenn den Beamten Menschenansammlungen gemeldet würden, erfolge eine schnelle Reaktion. „Gerade sind Kollegen zur Stadtbücherei gefahren“, berichtete Bootz gestern Mittag. Dort hätten sich wohl mehrere Passanten getroffen. „Wir haben die Ansammlung aufgelöst und die Menschen nach Hause geschickt“, berichtet Bootz. Auch er unterstreicht: „Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit Geldstrafen rechnen.“ 

Die Stadt Balve antwortet nicht auf Presseanfragen. Deshalb war aus dem Rathaus keine Stellungnahme zu bekommen, wie die Verantwortlichen den neuesten Erlass des Landes umsetzen.

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