Konkrete Kunst

Peter Kenter vor dem Bild „Polygon-Progression“, das Bestandteil der Ausstellung sein wird.

WERDOHL ▪ Wenn ein gelernter Mathematiker sich auf das Feld der Kunst begibt, dann können seine Werke nur eins sein: Präzise Arbeiten auf der Basis von Formeln und geometrischen Gesetzmäßigkeiten – nichts Gegenständliches im herkömmlichen Sinne, aber auch keine abstrakte Malerei. „Konkrete Kunst“ nennt Peter Kenter das, was sich in ihm über Jahre entwickelt und was er schließlich auf die Leinwand gebracht hat.

Vom kommenden Freitag an stellt der in Lüdenscheid lebende und seit 2005 als freier Künstler arbeitende Kenter rund 15 seiner Gemälde und Grafiken im Kleinen Kulturforum vor. Eröffnung ist um 19 Uhr. Während Kulturforum-Vorsitzender Dr. Hans-Joachim Hultsch die Begrüßung vornimmt, wird der Künstler selbst den Besuchern vermitteln, worauf es bei seinen Arbeiten ankommt.

Was Peter Kenter mit seiner Kunst verbindet, nennt er selbst „reproduzierbare Konzeptmalerei“ mit einem „hohen ästhetischen Wert“. Vielecke sind besonders wichtig. Seine Absicht: Ein dauerhaftes Werk zu schaffen, das keinem Zeitgeist nachkommt. Als Mathematiker „entdecke und entwickle ich auf dem Gebiet der Quadratgitter-Geometrie – einem Teilbereich der Diskreten Geometrie – oft Algorithmen, vollständige Sätze von Elementarformen, die von mir vorgegebene Regeln erfüllen“, so Kenter, der seine Werke bereits seit 2004 vornehmlich in Nordrhein-Westfalen in Einzel- oder Gruppenausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich macht. Dabei habe jede seiner Arbeiten einen längeren Entstehungsprozess hinter sich.

Seine Bildsysteme, so Peter Kenter, „vergleiche ich mit Kompositionen aus der Musik, in der Töne genau wie Module Gesetzen und Ordnungssystem unterworfen werden und am Ende ein durch Rhythmus, Balance und Harmonie geprägtes Werk entsteht“.

Die Ausstellung läuft bis zum 13. Juni.

Rainer Kanbach

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