Kommunalwahl: Harte Verluste der SPD

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Werdohl - Ein genauer Blick in die Abstimmungsergebnisse in den einzelnen Wahlbezirken zeigt, welche harten Verluste die SPD hinnehmen musste. Gleich in zwei Bezirken reichte ein Vorsprung von nur zwei Stimmen jeweils für die CDU-Bewerber.

Das prominenteste politische Opfer des Abends ist sicherlich Udo Böhme. Der SPD-Mann war fest für den Rat eingeplant, er verlor mit nur zwei Stimmen (148 zu 150) am Riesei gegen Detlef Seidel, der jetzt neben seinem Mandat für den Kreistag auch wieder in der Stadtvertretung sitzt. Böhme war nicht auf der Reserveliste abgesichert, er geht leer aus.

Ebenfalls mit nur zwei Stimmen Vorsprung (194 zu 192) holte die erst 20-jährige Neueinsteigerin Veritas Freya Klier (CDU) im Feuerwehrgerätehaus Eveking das Direktmandat. Hier verlor das bisherige SPD-Ratsmitglied Björn Walocha sein Mandat, er war auch nicht über die Reserveliste abgesichert.

Dem künftigen Rat nicht mehr angehören wird Uwe Nodes (CDU), er verlor gegen Nadine Kuschmiersz (SPD). Die drei Traum-Ergebnisse mit über 50 Prozent holten zwei Sozialdemokraten und ein Christdemokrat. Bürgermeister-Kandidat Matthias Wershoven schaffte in seinem Bezirk, Kindergarten Wunderkiste in Ütterlingsen, die absolute Mehrheit von 55,2 Prozent der Stimmen und damit das beste Stadtergebnis überhaupt. Er setzte sich damit sehr deutlich gegen den CDU-Kandidaten Udo Franke mit 34 Prozent durch.

Neueinsteiger Volkmar Güldner-Rademacher (SPD) schaffte auf der Königsburg auf Anhieb sagenhafte 54,7 Prozent, die ebenfalls neue CDU-Kandidatin Kerstin Bathe brachte es dort nur auf 32,7 Prozent. Das drittbeste Stadtergebnis legte der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf (CDU) hin, er holte 52 Prozent im Wahlbezirk Stadtmuseum. Hier verlor der SPD-Kandidat und Ratsherr Ali Akdeniz mit 35,9 Prozent. Akdeniz kommt über die Reserveliste in den Rat.

Die ebenfalls türkischstämmige SPD-Kandidatin Gülcan Kiraz rückte über die Reserveliste in den Rat, das Direktmandat im Wahlbezirk Baubetriebshof holte Michael Schürmann für die CDU mit 42,3 Prozent. Kiraz kam lediglich auf 28,2 Prozent der Stimmen und fuhr damit das schlechteste Ergebnis aller Kandidaten von SPD und CDU ein.

Interressant ist auch das Abschneiden der WBG-Kandidaten, bei denen es nirgendwo für ein Direktmandat reichte. Das beste Ergebnis für die Bürgergemeinschaft holte Neuling Volker Oßenberg mit 27,1 Prozent in der Grundschule Kleinhammer. Er kommt über die Reserveliste in den Rat. 22,1 Prozent holte Bernd Winzer im Rathaus-Trauzimmer, er stand aber nicht weit genug oben auf der Reserveliste und zieht nicht in den Rat ein. WBG-Fraktionsvorsitzender Thorsten Hänel schaffte 16,5 Prozent, auf Reservelistenplatz 1 kommt er in den Rat. - Von Volker Heyn

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