Entscheidung soll Ende Juni fallen

Kommunalwahl: Grüne vielleicht nur mit halber Mannschaft

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Volker Oßenberg hat viel versucht, im September ein komplettes Team für die Grünen ins Rennen zu schicken. Eine eigene Bürgermeisterkandidatur schließt er aus.

Werdohl – Die Werdohler Grünen wollen in knapp zwei Wochen entscheiden, ob sie mit einer nicht vollständigen Liste bei den Kommunalwahlen am 13. September antreten wollen.

Einen Bürgermeisterkandidaten der Grünen wird es definitiv nicht geben, Vorsitzender Volker Oßenberg schloss eine persönliche Kandidatur aus. 

Oßenberg sagte im Gespräch mit der Redaktion: „Wir werden entscheiden, ob wir uns damit anfreunden können, dass der ein oder andere Wahlbezirk von uns nicht besetzt sein wird.“ 16 Männer und Frauen sind nötig, um alle Werdohler Wahlbezirke zu besetzen. Als Oßenberg im Herbst vergangenen Jahres die WBG verlassen hatte und zu den Grünen überwechselte, hatte er noch von einem „ganz oder garnicht“ gesprochen. Entweder er bekomme eine vollständige Liste mit 16 vornehmlich jungen Bewerbern voll, oder die Grünen würden nicht antreten. 

Ortsgruppe hat sich gegründet

Mittlerweile hat Oßenberg eine Ortsgruppe der Grünen gründen können. Den Vorstand bilden Oßenberg, Murat Kaya und Petra Kosak, Adrian Kosak ist Beisitzer. In diesem Gremium werde Ende Juni entschieden, ob und mit welcher Zahl von Kandidaten die Grünen antreten werden. Oßenberg schätzt, dass die Grünen selbst nur mit der Hälfte der Kandidaten nicht ohne Chance für ein oder zwei Ratsmandate seien. 

Auch wenn die Grünen nicht anträten, gehe die Arbeit weiter. „Es macht Freude, wir erreichen Menschen, die uns grundsätzlich zustimmen.“ Die politische Arbeit der Grünen für Werdohl sei „spannend und wichtig.“ „Das macht Riesenspaß, weil sich etwas bewegen lässt“, so Oßenberg im Gespräch mit der Redaktion. Aus den „Kinderkrankheiten“ der holprigen Gründung des Ortsvereins und der schlecht besuchten Informationsveranstaltungen lasse sich noch eine Menge „Entwicklungspotenzial“ ableiten. Oßenberg: „Es war richtig, den Weg so zu gehen.“ 

Bürgermeisteramt: Oßenberg schließt Kandidatur aus

Eine persönliche Kandidatur um das Bürgermeisteramt schloss er aus. Noch als Fraktionsvorsitzender der WBG sei er um eine Kandidatur gebeten worden. Er habe sich eine Kandidatur durchaus vorstellen können, doch der Familienrat habe dagegen entschieden. „Ich habe einen Traumjob und ein tolles Leben mit vielen Freiheiten“, das wolle er nicht für den enormen Arbeitseinsatz im Bürgermeisteramt aufgeben. Seine Familie brauche ihn noch einige Zeit dringender. 

Oßenberg ist verbeamteter Lehrer und hat schulpflichtige Kinder. Ehrenamtlich engagiert er sich beim TuS Versetal.

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