Bürgermeisterin tritt erneut an

Kommunalwahl 2020: Das sind die drei neuen Ratskandidaten der CDU

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Die Werdohler CDU stellte am Mittwochabend ihre 16 Direktkandidaten für die Ratswahl auf. Außerdem wählte die Ortsunion Silvia Voßloh zur Kandidatin für die Bürgermeisterwahl.

Werdohl – Mit drei neuen Kandidaten tritt die CDU in Werdohl zur Kommunalwahl am 13. September an.

Daniel Bartke, Andreas Holthaus und Lutz Hoffmann wählten die Christdemokraten am Mittwochabend an die Stellen von Michael Schober, Uwe Nodes und Silvia Voßloh zu Bewerbern um die Direktmandate für den Stadtrat. 

Voßloh, die vor sechs Jahren nicht nur Bürgermeisterkandidaten, sondern auch Direktkandidatin der CDU im Wahlbezirk 6 (Osmecke/Versevörde/Rodt) gewesen war, tritt diesmal ausschließlich als Bewerberin um das Bürgermeisteramt an. Die CDU wählte sie am Mittwoch bei einer Enthaltung zu ihrer Kandidatin für das Spitzenamt im Rathaus. 

Rückblick auf sechsjährige Amtszeit

Silvia Voßloh nutzte die Gelegenheit, um auf ihre bisher sechsjährige Amtszeit als Bürgermeisterin zurückzublicken. Dabei erinnerte sie daran, dass sie ihr Wahlversprechen von 2014, die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung zu beenden, „selbstverständlich“ eingelöst habe. „Manchmal brauchte es ein wenig Zeit, um eine tragbare Lösung zu finden, die nicht mit der heißen Nadel gestrickt ist“, sagte sie im Hinblick auf die Tatsache, dass die Einlösung des Versprechens immerhin bis 2018 gedauert hatte. Möglich wurde sie letztlich, weil durch Einsatz von LED-Technik der Energieverbrauch gesenkt werden konnte. 

Die Haushaltskonsolidierung werde die Stadt weiter begleiten – trotz einer Reduzierung der Schulden um 18 Millionen Euro in den vergangenen sechs Jahren, sagte Voßloh. Allerdings sprach sie sich sehr deutlich dafür aus, die Vereine vollständig von der Sportstättengebühr zu entlasten. 

Stadt bildet wieder selbst aus

Für wichtig halte sie darüber hinaus die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deshalb habe die CDU vor drei Jahren auch die Randzeitenbetreuung in der städtischen Kita Momo durchgesetzt. Voßloh bezeichnete die dort gebotene Möglichkeit, Kinder zwischen 6 und 18 Uhr betreuen zu lassen, als „Mehrwert für alle Werdohler Familien und für den Ortsteil Eveking“. Die Bürgermeisterin hob auch hervor, dass die Stadt Werdohl mittlerweile wieder selbst Nachwuchskräfte ausbildet. „Es ist wichtig, jungen Menschen in ihrer Heimat eine Perspektive zu geben, und diese Verantwortung habe ich als Stadtoberhaupt übernommen“, sagte Voßloh. Dabei würden nicht nur Verwaltungsmitarbeiter ausgebildet, sondern auch Straßenwärter und Elektriker, sogar ein Duales Studium im Bereich Soziale Arbeit sei möglich. 

Voßloh thematisierte auch die Schließung des WK Warenhauses. „Es ist kaum in Worte zu fassen, was es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ihre Familien bedeutet“, dachte sie an die Folgen. Sie stehe mit der Geschäftsführung sowie Projektentwicklern und Investoren in Kontakt, um eine gute Lösung für Werdohl zu finden. 

Seidel übernimmt Vosslohs Bezirk

Nach der Wahl Voßlohs zur Bürgermeisterkandidatin bestimmte die CDU auch ihre Ratskandidaten für die 16 Wahlbezirke. Dabei übernahm Detlef Seidel Voßlohs bisherigen Wahlbezirk 6, für Seidel rückte im Wahlbezirk 15 (Königsburg) Lutz Hoffmann nach. Die Kandidaten wurden allesamt einstimmig gewählt. Das gilt auch für die 25 Bewerber auf der Reserveliste, die vom derzeitigen CDU-Fraktionsvorsitzenden Stefan Ohrmann angeführt wird. Auch die übrigen 15 Direktkandidaten sind über diese Liste mehr oder weniger gut abgesichert. Auf weniger aussichtsreicher 16. Position steht mit Kerstin Bathe ein aktuelles Ratsmitglied. 

Die Kandidaten für die gleichzeitig stattfindende Wahl des Kreistags will die CDU in einer Kreisversammlung am 28. März aufstellen. Aus Werdohl sollen dort Detlef Seidel (Wahlbezirk Werdohl I) und Stefan Ohrmann (Werdohl II/Altena I) vorgeschlagen werden.

Das sind die 14 Männer und zwei Frauen, die die CDU für den Rat vorschlägt: Michael Schürmann (Kettling/Bausenberg), Stefan Ohrmann (Borghelle/Krähenacker), Dirk Busch (Hardt/Wilhelmshöhe/Altes Dorf), Fritz Knoche (Köstersberg/Egge), Dirk Middendorf (Bahnhof/Rodt), Detlef Seidel (Osmecke/Versevörde/Rodt), Frank Jardzejewski (Ütterlingsen), Udo Franke (Ütterlingsen/Dresel), Manfred Buchta (Versetal/Brenge), Veritas Reiche (Eveking), Daniel Bartke (Kleinhammer), Christoph Plaßmann (Pungelscheid), Uwe von Malotki (Pungelscheid), Andreas Holthaus (Königsburg), Lutz Hoffmann (Königsburg) und Kerstin Bathe (Königsburg).

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