Kolpingfamilie: „Eine Bereicherung für die Stadt“

Pfarrer Reinhold Theune hielt die Festpredigt. Er erinnerte an das Wirken von Adolf Kolping und seine Grundsätze.

BALVE ▪ Auf 100 Jahre blickten am Samstag die Mitglieder der Kolpingfamilie Balve zurück. In diesem Zeitraum haben die Aktiven das gesellschaftliche Leben in der Hönnestadt um viele Facetten bereichert.

Ein Beispiel ist die Rumänienhilfe, deren Mitglieder sich um Menschen kümmern, die von deutschem Wohlstand nur träumen können. Doch auch für die Balver und Interessierte aus den umliegenden Orten stellt die Kolpingsfamilie vieles auf die Beine. Zum Beispiel die beliebte Krippenausstellung oder das Kolpingforum, in dessen Rahmen viele interessante und aktuelle Themen behandelt werden. Der Vorsitzende der Balver Kolpingfamilie Bernward Midderhoff bedankte sich in seinem Grußwort bei allen Weggefährten, darunter auch die ehemaligen Pfarrer Reinhard Rohwetter und Werner Lütkefend. Diese Seelsorger hatten in der Pfarrkirche St. Blasius gemeinsam mit Pfarrer Andreas Schulte und Pastor Franz-Josef Aßmann, der im Ruhestand ist und wieder in Balve wohnt, die Messfeier zelebriert. Die Festpredigt hielt Pfarrer Reinhold Theune, langjähriger Generalpräses von Argentinien. „Adolf Kolping begegnete den Herausforderungen der damaligen Zeit, indem er auf die Bildung von Christen setzte, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen“, betonte Theune.

In Balve fanden sich Handwerksgesellen zusammen, die am 13. Oktober 1912 den Katholischen Gesellenverein Balve gründeten – die heutige Kolpingfamilie. Diese sei aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken, unterstrichen die Ehrengäste. Landrat Thomas Gemke, der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Stüeken und auch Silke Hoppe von der evangelischen Kirchengemeinde überbrachten Glückwünsche.

Nach dem Festhochamt feierte die Kolpingsfamilie mit ihren Gästen im Pfarrheim. Auf der Bühne sorgten die „Dienstagsklöße“ mit einem Sketch für Unterhaltung und die Schriftstellerin und Kabarettistin Kathrin Heinrichs stellte Auszüge aus ihrem Programm vor. Auf dem „roten Sofa“ nahmen Personen Platz, die die Geschichte der Kolpingfamilie in verschiedenen Zeitabschnitten miterlebt hatten. Sie berichteten von ihren Erinnerungen.

Die Kolpingfamilie Balve hat rund 270 Mitglieder. Im Arbeitskreis „Kreativ“ werden Krippen gestaltet, die am 24. und 25. November im Pfarrheim St. Blasius ausgestellt werden sollen. Ein Musical, das sich mit dem Leben von Adolf Kolping beschäftigt, möchte die Gruppe „Plan B“ aus Langenholthausen gemeinsam mit einer Hauptschulklasse im Dezember aufführen.

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