SPD erinnert an alte Forderungen

Köstersberg: Parkplatznot befürchtet

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Ganz genau vor einem Jahr stellten sich Andreas Späinghaus und Wilhelm Jansen von der SPD-Fraktion vor die Jahnturnhalle und forderten die Verwaltung auf, etwas gegen die drohende Parkplatznot zu unternehmen.

Werdohl – In der Woche ab dem 10. August soll die stillgelegte Jahnturnhalle abgerissen werden – die von vielen Anwohnern geäußerte Sorgen wegen der Parkplatzsituation seien von der Stadtverwaltung offensichtlich nicht ernst genommen worden.

Zu dieser Einschätzung kommt Andreas Späinghaus, Bürgermeisterkandidat der Werdohler SPD. 

Vor genau einem Jahr hatte er sich als Fraktionsmitglied zusammen mit seinem Vorsitzenden Wilhelm Jansen am Köstersberg getummelt, um auf die Situation dort aufmerksam zu machen. Die zu geringe Anzahl von Parkplätzen in dem Stadtteil in unmittelbarer Innenstadtnähe sei ein Problem für die Anlieger und die dort Beschäftigten. Regelmäßig gebe es Schwierigkeiten bei Mitarbeitern des Krankenhauses, der Kindertagesstätte, der Schulen und Weiterbildungseinrichtungen. 

Antrag im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung

Am 10. Juli vergangenen Jahres schauten sich mehrere SPD-Mitglieder die Situation an und machten anschließend der Verwaltung in einem Antrag im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung Vorschläge, wie dort mehr Parkplätze ausgewiesen werden könnten. 

Späinghaus erinnert daran: „Das war vor genau einem Jahr. Im Ausschuss sind wir mitleidig belächelt worden. Passiert ist bis heute nichts.“ Ganz konkret wisse er jetzt wieder von Anliegern und Mitarbeiterinnen der Kita, die sich um eine bald verschärfte Parksituation sorgten. Wenn nach den Ferien die Schule wieder starte und der Betrieb rund um das Krankenhaus zulegen werde, sei Parkplatzärger voraussehbar. 

Die Jahnturnhalle ist stillgelegt und verkauft, in der Woche ab dem 10. August soll sie abgerissen werden.

Für vorbereitende Arbeiten ist das Gebäude der ehemaligen städtischen Turnhalle mittlerweile eingezäunt, wenn nach dem Abriss das Wohnheim gebaut werde, würden zumindest während der Bauzeit noch mehr Parkflächen wegfallen. Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen will dort ein Haus für Menschen mit psychischen Behinderungen errichten. 

Späinghaus meint, dass die Werdohler Verwaltung für eine Übergangszeit eine Sonderregelung schaffen könnte, um zum Beispiel die Stellplätze direkt vor dem Krankenhaus auch für Dauerparker zu öffnen. Wie schon vor einem Jahr gefordert, solle sich die Verwaltung doch Gedanken machen. 

Nächster Ausschuss erst im Oktober

Konkrete und kostengünstige Vorschläge habe die SPD-Fraktion vor einem Jahr vorgelegt. Späinghaus wählt den Weg über eine Veröffentlichung in der Zeitung, weil es in den nächsten Monaten keine Sitzung von Ratsgremien gibt. Erst Anfang Oktober wird der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt zusammenkommen. Späinghaus fragt offen: „Was sollen wir machen bis dahin?“ 

Die SPD hatte konkret vorgeschlagen, die Parkflächen an der Brüderstraße komplett neu zu ordnen. Querungshilfen sollten entfernt werden, um mehr Parkraum zu schaffen. Der freie und wenig gepflegte Platz vor Musikschule und Volkshochschule könne in Parkflächen umgewandelt werden. Diese Flächen sollten außerhalb der Nutzungs- und Besuchszeiten von Anliegern genutzt werden können.

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