NHZ Königsburg: Verändertes Konzept für neue Wohngruppe

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Kristina Kober (von links), Kerstin Liebeskind und Elmar Schmidt im Gemeinschaftsraum der NHZ-Wohngruppe.

Werdohl - Kristina Kober wird die Teamleiterin der Wohngruppe im neuen Nachbarschaftshilfezentrum (NHZ) der Wohnungsgesellschaft Werdohl auf der Königsburg, welches am 1. Januar eröffnet werden soll.

Die 28-Jährige stammt aus Neuenrade. Die gelernte Altenpflegerin war bereits als Wohnbereichsleitung in einem Seniorenheim und bei einem ambulanten Pflegedienst beschäftigt.

In die Wohngruppe sollten demenziell Erkrankte einziehen. Der verantwortliche Pflegedienst Liebeskind hat das Konzept nun aber verändert. Kerstin Liebeskind erläutert: „In Werdohl mangelt es an Wohnformen für Menschen mittleren Alters, die nicht mehr alleine leben können, deren Gesundheitszustand aber eine stationäre Unterbringung nicht erforderlich macht.“

Demenz ein Ausschlusskriterium

Für die WG werden nun also Bewohner gesucht, die beim Einzug zwischen 40 und 65 Jahre alt sind. Eine Demenz-Erkrankung ist beim Einzug ein Ausschlusskriterium. „Die Menschen können dort aber bis an ihr Lebensende bleiben“, betont Elmar Schmidt, stellvertretender Geschäftsführer des Pflegedienstes und Vorsitzender des Quartiervereins Königsburg. „Wer dement oder 65 Jahre alt wird, muss nicht ausziehen.“

Acht Plätze, 400 Quadratmeter

Acht Menschen sollen auf rund 400 Quadratmetern zusammen leben. „Das private Wohn- und Lebensgefühl bleibt dabei erhalten“, betont Schmidt, denn jeder erhält ein eigenes Zimmer, kann sich auf Wunsch auch mal zurückziehen. Die Zimmer sind 18 bis 29 Quadratmeter groß. Jedes hat Internet- und Fernsehanschlüsse, sowie ein eigenes Bad mit Dusche.

„Der Pflegedienst ist aber rund um die Uhr vor Ort und gewährleistet die Versorgung“, sagt Liebeskind. Zugleich bietet der Gemeinschaftsraum Gelegenheit zum Miteinander. Ein „familiäres Umfeld“ soll dort unter den Bewohnern geschaffen werden, hofft Schmidt.

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