Lustiger Antiheld

Kölner Opernkiste zeigt „Die Zauberflöte“ in Werdohler Realschule

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Einige der Realschüler standen bei der Opernaufführung in der Schulaula gestern Morgen selbst mit auf der Bühne und gestalteten das Geschehen aktiv mit.

Werdohl - Eine Opernaufführung ist langweilig oder nur etwas für alte Leute? Von wegen! Das Gegenteil bewies die Kölner Opernkiste gestern Morgen mit einer Aufführung für die Fünf- und Sechstklässler der Werdohler Realschule.

Kathrin Smith (Sopran), Arno Bovensmann (Tenor) und Stefan Mosemann (Bariton) präsentierten in der Aula der Schule Mozarts „Zauberflöte“ in einer kindgerechten Version – und bezogen nicht nur Schüler in die Aufführung ein. 

Schüler gut vorbereitet

Musiklehrerin Ines Grothoff hatte ihre Schützlinge im Unterricht zuvor offenbar gut auf das Ereignis vorbereitet. Mit seinen Fragen über die verschiedenen Stimmlagen könnte Vorredner Mosemann die Mädchen und Jungen jedenfalls nicht in Verlegenheit bringen – und mit der Frage, was eine Oper überhaupt ist, erst recht nicht. 

"Die Zauberflöte" an der Realschule Werdohl

An der von zu viel Ballast entfrachteten und in Teilen lustig aufbereiteten märchenhaften Geschichte vom Prinzen Tamino, der die Prinzessin Pamina aus der Gewalt des bösen Sarastro befreien soll, fanden die Schüler schnell Gefallen. Großen Anteil daran hatte nicht zuletzt der Papageno, ein bisweilen vorwitziger Antiheld im bunten Federkostüm. 

Die professionellen Opernsänger bezogen – natürlich unter einem Vorwand – auch Schüler in die Handlung ein. Sie übernahmen die Rollen der Knaben, die dem Prinzen Tamino den Weg durch den Wald weisen, stellten mit bunten Tüchern aber auch die Feuer- und die Wasserhölle nach, die Tamino und Pamina überwinden müssen. Der Applaus der Mitschüler war ihnen gewiss. 

Referendarin übernimmt Rolle

Die Rolle der Königin der Nacht, die Tamino und Papageno den Auftrag erteilt, Pamina zu befreien, übernahm auf nachdrückliches Bitten der Schüler Referendarin Lara Hermann. 

„Für uns ist diese Aufführung das Highlight des Musikunterrichts, in dem wir uns mit Opern beschäftigt haben“, sagte Musiklehrerin Ines Grothoff. Ein Besuch in einem richtigen Opernhaus sei von Werdohl aus schwierig zu realisieren, weshalb die Wahl schließlich auf die Kölner Opernkiste gefallen sei. 

Die Theaterschaffenden haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern einen Zugang zur klassischen Musik zu schaffen und sie mit Spaß an die musikalische Theatergattung der Oper heranzuführen.

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