Knochenarbeit auf dem Riesei-Flachdach

Das Material für den neuen Dachaufbau ist bereits am Riesei eingetroffen. Jetzt müssen die Mitarbeiter der Firma Linnarz die Platten nach oben verfrachten.

Werdohl - „In einem Gebäude dieser Größe, das langsam in die Jahre kommt, ist immer etwas zu tun“, stellt Peter Grau fest. Der Mitarbeiter der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement der Stadt Werdohl ist Ansprechpartner für die Handwerker, die während der Sommerferien unter anderem im Schulzentrum Riesei arbeiten – und das sind einige.

Von Carla Witt

Während im Keller ein weiterer Teil des Heizungskonzeptes umgesetzt wird (wir berichteten), sind Mitarbeiter des Dachdeckerunternehmens Linnarz aus Lüdenscheid auf dem Hauptdach beschäftigt: Das Flachdach wird neu gedeckt.

Der größte Teil der insgesamt 1750 Quadratmeter großen Dachfläche ist bereits in den Vorjahren erneuert worden. „Jetzt sind die letzten 480 Quadratmeter an der Reihe“, berichtet Grau. Bevor die Handwerker mit dem Neuaufbau beginnen, müssen zunächst die Reste des alten Daches aus luftiger Höhe entsorgt werden. „Das ist Knochenarbeit“, stellt der Mitarbeiter der Stadt Werdohl fest.

Am Montag waren die Linnarz-Mitarbeiter mit Regenjacken ausgerüstet, trotzdem aber irgendwann völlig durchnässt. Dennoch sei dieses Wetter bei der Arbeit auf dem schwarzen Dachbelag sehr viel angenehmer als der Sonnenschein der vergangenen Tage. „Bei mehr als 30 Grad hält man es hier oben kaum aus“, weiß auch Grau zu berichten.

Der Dachaufbau wird bis zur Betondecke abgetragen und dann nach der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) wieder aufgebaut. Ganz wichtig ist dabei, dass zur Mitte hin ein Gefälle entsteht: Dort sind Dachabläufe integriert – die ebenfalls erneuert werden – und dafür sorgen, dass das Regenwasser abläuft. Für diesen dritten Teil der Dacherneuerung sind laut Grau rund 80.000 Euro veranschlagt.

Deutlich weniger, 24.000 Euro, sind jetzt in die Erneuerung des Fußbodens im Foyer der Gesamtschule investiert worden. „Dort lag auf rund 200 Quadratmetern bisher noch der alte, dunkelgrüne PVC mit Noppen“, erinnert Peter Grau. Der musste raus, da sich im Estrich bereits Löcher gebildet hatten. Die Schäden mussten natürlich beseitigt werden, bevor die Dämmung und darauf der neue Kautschukbelag verlegt werden konnten.

Der neue Bodenbelag sei viel pflegeleichter und auch strapazierfähiger, berichtet Grau. „Wir verbauen ihn in Werdohl fast überall und es gab noch nie Beschwerden“, erklärt er. Ein weiterer Vorteil: Der neue Belag wurde in zwei unterschiedlichen Grüntönen gewählt, so sind die Fluchtwege jetzt auf Anhieb sichtbar.

Kleinere Baumaßnahmen waren in der katholischen sowie in der evangelischen Grundschule angesetzt. Im Lehrerzimmer der katholischen Grundschule an der Schulstraße wurden zwei Schallschutzsegel angebracht. „Durch den Fußboden, der dort verlegt ist, und einen lackierten Wandschrank war das Zimmer immer sehr hellhörig“, berichtet Grau.

Das galt bisher auch für den Essraum der Offenen Ganztagsgrundschule an der Danziger Straße. „Dort haben wir Akustik-Schallschutzplatten anbringen lassen“, erklärt Grau. Beide Maßnahmen würden das Stadtsäckel mit weniger als jeweils 1700 Euro belasten.

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