Knallgelber Senf für guten Boden

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Durchaus Dekorativ: Die Blüte der Senfpflanze.

Werdohl - Leuchtend gelb und verführerisch duftend wiegt sich „Albatros“ derzeit im herbstlichen Wind – ein Farbtupfer in der zunehmend grauen Jahreszeit. „Albatros“ ist der Name der Senfsorte, die derzeit einige Felder in der Region schmückt.

Auch Landwirt Christian Crone nutzt die sogenannte Zwischenfrucht, um den Ackerboden aufzubessern. „Senf kommt bei uns zwischen dem Anbau zweier Hauptfrüchte zum Einsatz“, erklärte der Landwirt auf Anfrage des SV. Nachdem in diesem Jahr Getreide auf dem Feld geerntet wurde, sollen im kommenden Frühjahr Kartoffeln gepflanzt werden. „Der Senf dient uns zwischen den Ernteperioden als Humusdünger und reichert den Boden mit Nährstoffen an“, so Crone weiter.

Die Kartoffeln seien bei guten Bodenverhältnissen dann sehr keimfreudig. Der Senf – den viele irrtümlicherweise für Raps halten – bleibt während des Winters auf dem Feld. Der Pflanzenanteil verfriert, die Pflanzenrückstände halten den Boden fest, erklärte Crone. So habe die Saat einer Zwischenfrucht über den Winter noch einen weiteren Vorteil: Sie schützt den Boden vor Erosion. Im Frühjahr wird der Senf dann vor der Pflanzung der Kartoffeln untergepflügt.

Käme der Senf als Hauptfrucht im Sommer zum Einsatz, könnte man daraus auch Speisesenf herstellen, erläuterte der Landwirt.

Von Friederike Domke

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