Bis zu 70 Prozent weniger Emissionen

Klimaschutz in Werdohl: Vier neue Projekte

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Werdohl – Der Rat der Stadt Werdohl hat bereits im Frühjahr 2016 ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet, das die strategische Grundlage für die kommunale Klimaschutzpolitik der nächsten Jahre bilden und Impulse für die Reduzierung von Treibhausgasen geben sollte.

Mithilfe des Klimaschutzkonzeptes will Werdohl die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 35 Prozent, bis 2050 sogar um 70 Prozent senken. Verwirklicht werden soll das durch den vermehrten Einsatz regenerativer Energien, durch Sanierung von Gebäuden, durch Maßnahmen zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs, durch Klimaschutzprojekte an den Schulen, aber auch durch Beratungsangebote und Öffentlichkeitsarbeit. 

Mit Farima Tehranchi hat dann Anfang 2018 Werdohls erste Klimamanagerin ihre Arbeit aufgenommen; sie wurde knapp zwei Jahre später durch Meike Majewski abgelöst. Mit dem Dienstantritt der 36-jährigen Lüdenscheiderin im Werdohler Rathaus wurde aus der bis dato auf drei Jahre befristeten und vom Bundesumweltministerium mit 85 Prozent bezuschussten Stelle eine unbefristete Stelle. 

„Stadtradeln“ auch in Werdohl

Bis am 31. Dezember der dreijährige Förderzeitraum zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes endet, möchte Meike Majewski noch einige Projekte anstoßen, die sie am Montag, 15. Juni, in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) vorstellen wird. 

Dabei handelt es sich zum Beispiel um die Förderung des Radverkehrs. Bereits vor einigen Wochen hatte Majewski angekündigt, Werdohl für eine Teilnahme an der Aktion „Stadtradeln“ anmelden zu wollen. Dabei handelt es sich um einen Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Außerdem möchte die Klimamanagerin in Werdohl im Rahmen eines Urban-Gardening-Projektes Mitmachgärten einrichten, in denen Werdohler eigenes Obst und Gemüse ziehen und ernten können. Auch ein Werdohler Klimaschutz-Aktionstag schwebt Majewski als Möglichkeit vor, die Bevölkerung an Lenne und Verse mit dem Thema Klimaschutz in Berührung zu bringen. 

Förderung von Solarenergie

Das vierte Projekt, das die Klimaschutzmanagerin im Ausschuss vorstellen möchte, ist eine Kampagne zur Förderung von Solarenergie. Idealerweise soll der Ausschuss anschließend den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes um die vier vorgestellten Maßnahmen ergänzen. 

Mit dem Ablauf der Förderung in etwas mehr als einem halben Jahr soll der Klimaschutz an Lenne und Verse aber keineswegs ad acta gelegt werden. Die Stadt Werdohl will sich vielmehr um eine Bundesförderung für ein Anschlussvorhaben bemühen. Dann sollen neben den vier Projekten, die Meike Majewski am Montag vorstellen wird, auch andere, noch nicht umgesetzte Vorhaben aus dem Maßnahmenkatalog realisiert werden. 

Öffentliche Sitzung am 15. Juni

Die Uesta-Sitzung findet trotz der Corona-Einschränkungen am Montag ab 17 Uhr im Sitzungssaal das Rathauses statt. Die 13 Ausschussmitglieder, die Verwaltungsmitarbeiter und auch die wenigen erwarteten Zuschauer können dort die vorgeschriebenen Mindestabstände zueinander einhalten.

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