Neue Managerin erklärt

Klimaschutz in Werdohl: Das sind die Projekte für 2020

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Klimaschutzmanagerin Meike Majewski hat 2020 einiges vor in Werdohl.

Werdohl – „Es geht nur gemeinsam!“ – diesen Grundsatz verfolgt Werdohls Klimaschutzmanagerin Meike Majewski konsequent weiter. „Ich koordiniere und initiiere. Aber man ist eben nicht in allen Bereichen Experte. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist mir sehr wichtig“, stellt sie fest.

Ebenso wichtig sei es ihr aber, möglichst viele Werdohler mit ins Klimaschutz-Boot zu holen: „Dieser Job ist nichts für Einzelkämpfer.“ 

Um die Menschen zum Mitdenken und Mitmachen zu bewegen, möchte die Klimaschutzmanagerin Ideen aus der Bevölkerung aufgreifen: Voraussichtlich im Mai soll ein Workshop stattfinden, an dem nicht nur Funktionsträger aus Verwaltung und Politik, sondern alle Interessierten teilnehmen können. 

Werdohler sollen ihre Meinung sagen

„Ich möchte diejenigen nach ihrer Meinung fragen, die schon längere Zeit in Werdohl leben und arbeiten. Es geht darum, zu diskutieren – und Mitstreiter für die Umsetzung von Projekten zu finden.“ Auch weitere neue Ideen sind willkommen. Im Rahmen des Workshops sollen auch vorher benannte Maßnahmen nach Priorität geordnet werden. 

Seit kurzem wirbt sie zudem für die dritte Runde des Projektes Ökoprofit. „Ich würde mich freuen, wenn weitere Unternehmer aus Werdohl einsteigen würden“, sagt Majewski. Der aktuelle Ökoprofit-Durchgang endet im April. 

Öffentlichkeitsarbeit wird intensiviert

Die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren – das hat sich die Klimaschutzmanagerin ebenfalls auf die Fahne geschrieben: „Die Homepage der Stadt soll laufend aktualisiert werden“, kündigt sie an. Aktuell erneuert Majewski die Kontaktdaten auf den vorliegenden Klimaschutz-Flyern: Sie überklebt die Kontaktdaten ihrer Vorgängerin Farima Tehranchi mit ihren eigenen: „Auch das ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Würden wir neue Flyer drucken, wäre das unnötiger Ressourcenverbrauch.“ 

Im Rathaus möchte sie Infomaterial so positionieren, dass es den Besuchern möglichst schnell auffällt. Ins Auge springen sollen auch die großen Plakate am Bahnhofsplatz. Dort könne man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: „Die Fassade wird aufgewertet und die Plakate erregen Aufmerksamkeit. Ziel ist, dass die Menschen, diese Themen mitnehmen und darüber nachdenken.“ Aktuell beschäftige man sich im Rathaus mit der Auftragsvergabe für dieses Projekt. 

Kollegen für Klimaschutz sensibilisieren

Apropos Rathaus: Ihre Arbeitskollegen möchte Majewski für den Klimaschutz sensibilisieren. „Bei vielen renne ich schon offene Türen ein“, freut sie sich über Reaktionen. Sie denkt über einen internen Klimanewsletter nach, plant für das zweite Halbjahr Schulungen. 

Weitere Elektrofahrzeuge sollen demnächst den städtischen Fuhrpark ergänzen, kündigt Majewski an – und möglicherweise auch E-Bikes, die für Dienstfahrten genutzt werden könnten. „Ob wir Pedelecs kaufen, leasen oder ob die Mitarbeiter möglicherweise mit ihren eigenen E-Bikes fahren dürfen, ist noch offen“, erklärt die Klimaschutzmanagerin. 

Fahrradfahren vorantreiben

Das Fahrradfahren möchte Majewski auch außerhalb der Verwaltung vorantreiben. So verfolgt sie die Fortschritte der Radwegeplanung und hofft, dass es geling, den Bau von Fahrradwegen zügig voranzutreiben. „Kleinere Maßnahmen, die das Radfahren in der Innenstadt oder den Stadtteilen erleichtern können, sollen nach Möglichkeit zeitnah umgesetzt werden“, unterstreicht sie. Und auch diesbezüglich hofft sie auf die Unterstützung durch die Werdohler: „Es wäre ideal, wenn uns Radfahrer Verbesserungsvorschläge mitteilen würden.“ 

Diese Überlegung führt die Klimaschutzmanagerin automatisch zu einem weiteren Punkt: Der „Meldeplattform Radar“, die die Aktion „Stadtradeln“ beinhaltet – und die voraussichtlich im September erstmals auch in Werdohl stattfinden soll. Das Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. „Auch Kommunalpolitiker sollen aufs Rad steigen“, erläutert Meike Majewski. Ziel sei es, möglichst viele Menschen auch außerhalb des Aktionszeitraums für das Fahrrad zu begeistern. Das Stadtradeln in Werdohl sei im Zusammenhang mit der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September geplant. 

Thema "Klimaanpassung im Blick"

Das Thema „Klimaanpassung“ hat die Klimaschutzmanagerin ebenfalls im Blick. „Dabei denke ich zuerst an den Waldanteil in Werdohl in Höhe von 60 Prozent. Durch den Klimawandel wird er sich weiter verändern.“ Allerdings gelte es, die Veränderungen in diesem Zusammenhang vor Ort genau zu beobachten und eventuell auch in diesem Jahr genauer zu analysieren. 

Fest steht: Die Klimaschutzmanagerin hat viel Arbeit vor sich, will aber dennoch flexibel reagieren: „Die Liste ist nicht geschlossen. Sollte sich Handlungsbedarf ergeben oder Interesse an bestimmten Themen bestehen, werden wir flexibel reagieren.“

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