Projekt ist angelaufen

Klimaschutz mit Generationenbäumen

Generationenbäume wurden bereits in mehreren Kitas und Schulen im Stadtgebiet gepflanzt.
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Das Projekt Generationenbäume in Werdohl ist angelaufen.

Mit dem Projekt „Generationenbaum“ möchte das Ökumeneforum Werdohl seinen Beitrag gegen den Klimawandel und für den Erhalt der Schöpfung leisten. Den Anfang machte jetzt eine Baumpflanzaktion in einigen Kitas und Grundschulen. Enden soll das Ganze möglichst mit einem ganzen „Generationenwald“.

Ein Arbeitskreis des Ökumeneforums hatte sich im September mit dem Thema Klimawandel beschäftigt und sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung angesichts des auch in der heimischen Region massiven Baumsterbens für dieses Thema zu sensibilisieren. So entstand die Idee der Generationenbäume beziehungsweise des Generationenwaldes.

„Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, dass wir Menschen in der Verantwortung stehen und nicht völlig machtlos sind. Dieses Zeichen soll die Botschaft weitergeben, dass jeder aktiv dazu beitragen kann, dem Baumsterben etwas Konkretes entgegenzusetzen“, sagt Marion Jeßegus, Mitglied der Arbeitsgruppe.

Grundschüler und Kindergartenkinder helfen mit

Zum Auftakt wurden nun unter Mithilfe der Grundschüler beziehungsweise Kindergartenkinder, die sich im Vorfeld mit dem Thema Klimawandel beschäftigt hatten, an den Kitas Sternschnuppe, St. Bonifatius, Arche Noah und St. Michael sowie an der Martin-Luther-Grundschule und der Grundschule St. Michael Bäume gepflanzt. Bei der Auswahl der Bäume wurde darauf geachtet, widerstandsfähige Arten wie Esskastanie oder Wildapfel zu wählen, weil sich diese besser an die sich veränderten klimatischen Bedingungen im Sauerland anpassen können, als etwa die Fichte. Die Anschaffung der Bäume wurde durch eine Spende des Bahntechnikkonzerns Vossloh ermöglicht. Beim Ausheben der Pflanzlöcher half Bauhof-Mitarbeiter Uwe Trester mit der Arbeitsgruppe Flüchtlinge.

Generationenbäume wurden bereits in mehreren Kitas und Schulen im Stadtgebiet gepflanzt.

Diese Pflanzaktion soll aber nur der Anfang sein, denn neben den Grundschülern und Kindergartenkindern sowie deren Familien möchten die Projektverantwortlichen auch die Öffentlichkeit gewinnen, sich für dieses Projekt zu engagieren.

Stadt stellt eine Fläche zur Verfügung

„Weil nicht unbedingt jeder Werdohler, der dieses Projekt unterstützen möchte, über eine Gartenfläche zur Pflanzung verfügt, hat die Stadtverwaltung zugesagt, ein Gelände für einen Generationenwald zur Verfügung zu stellen. Jede Privatperson und jede Einrichtung soll mitmachen können“, sagt Jeßegus, ohne schon eine genaue Fläche nennen zu können. Anlässe, einen Baum zu pflanzen, gebe es viele, verweist Jeßegus auf runde Geburtstage, Geburten, Hochzeiten und Firmenjubiläum.

Die Idee eines solchen Waldes, für den die Bevölkerung und Institutionen die Bäume stiften, ist nicht neu und wird in vielen umliegenden Kommunen bereits praktiziert. So gibt es beispielsweise am Kohlberg in Neuenrade einen Babywald. Hier ist nach vielen Pflanztagen die Fläche mittlerweile voll. Auch in Balve soll im Orrtsteil Mellen ein Babywald entstehen. In der Hönnestadt ist der erste Pflanztag für 2021 geplant.

Mitmachen und vormerken lassen

Wer sich an dem Projekt „Generationenbaum” und damit an einem für das Frühjahr geplanten Pflanztag beteiligen möchte, kann Kontakt mit den Leiterinnen der beteiligten Schulen beziehungsweise Kitas aufnehmen. Dort erhalten Interessierte weitere Informationen und können sich auf Wunsch für eine Sammelbestellung von Bäumen vormerken lassen

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