Dividende von einem Euro je Aktie

Klimapolitik lässt Vossloh zuversichtlich in die Zukunft blicken

Der Stammsitz des Bahntechnikkonzerns Vossloh ist in Werdohl.
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Der Stammsitz des Bahntechnikkonzerns Vossloh ist in Werdohl.

2020 in die Gewinnzone zurückgekehrt und in das erste Quartal 2021 mit dem besten Ergebnis seit zehn Jahren gestartet, blickt der Bahntechnikkonzern Vossloh auch optimistisch in die Zukunft.

Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung des börsennotierten Unternehmens mit Stammsitz in Werdohl, die pandemiebedingt am Mittwoch in virtueller Form aus Düsseldorf gestreamt wurde, äußerten sich die AG-Verantwortlichen zuversichtlich, dass der Verkehrsträger Schiene eine zentrale Rolle bei der Erreichung von Klimazielen spielen werde.

„Weltweit wurden in den letzten Monaten Programme zur Förderung der schienengebundenen Mobilität in bisher ungekanntem Ausmaß aufgelegt. Schienengebundene Mobilität wird über die kommenden Jahrzehnte einen in seiner Bedeutung kaum zu überschätzenden Beitrag leisten, zur Bewältigung eines stetig steigenden Transportbedarfs sowie zur Erreichung von Klimazielen“, sagte Vorstandsvorsitzender Oliver Schuster.

Fahrweg Schiene: „Das ist unser Geschäft“

Schuster sagte zudem, die schienengebundene Mobilität von Menschen, vor allem aber auch von Gütern, sei systemrelevant. Auch und gerade in Krisenzeiten müsse sie daher gewährleistet sein. „Und genau das ist, bezogen auf den Fahrweg Schiene, ist unser Geschäft“, so Schuster.

Der Vorstandsvorsitzende blickte auch noch einmal auf das „Performance-Programm“ im Jahr 2019 zurück. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch Covid-19 habe Vossloh dieses konzernweite Programm zu keinem besseren Zeitpunkt durchführen können. „Nicht zuletzt dadurch haben wir die Grundlage dafür geschaffen, auch in finanzieller Hinsicht stabil durch die Krise zu kommen“, sagte Schuster. Vossloh hatte sich zur Steigerung der Profitabilität von unrentablen Unternehmensteilen getrennt und auch die Zahl der Mitarbeiter reduziert.

2020 mit Gewinn abgeschlossen

Deutlich bemerkbar machte sich das erstmals in der Jahresbilanz 2020. Netto blieben 20,8 Millionen Euro übrig, nachdem 2019 noch ein Verlust von rund 137 Millionen Euro stand. Auch operativ lief es wieder besser. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um fast ein Drittel auf 73,1 Millionen Euro.

Den finanziellen Aufwärtstrend setzte der Bahntechnikkonzern im ersten Quartal 2021 fort. Dr. Thomas Triska, Finanzvorstand der Vossloh AG, sagte am Mittwoch in Düsseldorf: „Der Umsatz und die operative Profitabilität im Vossloh-Konzern sind in den ersten drei Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr signifikant gestiegen. Das beste operative Ergebnis von Vossloh in einem ersten Quartal seit zehn Jahren.

Umsatzplus von 13 Prozent

In den ersten drei Monaten des Jahres stiegen die Umsätze insgesamt um etwa 13 Prozent auf 207,1 Millionen Euro. Der Auftragseingang ging zu Beginn des Jahres allerdings etwas auf 260 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 291,9 Mio). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich laut dem SDax-Konzern deutlich auf 12,1 Millionen Euro nach rund 900 000 Euro im Vorjahresquartal. Unterm Strich blieb Vossloh im ersten Quartal ein Gewinn in Höhe von 6,1 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand an dieser Stelle noch ein Verlust.

Die Hauptversammlung der Vossloh AG, auf der rund 74 Prozent des Grundkapitals vertreten waren, folgte mit großer Mehrheit dem Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrates, eine Dividende in Höhe von einem Euro je Aktie auszuschütten.

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