Neustart ist terminiert

Kletterwelt Sauerland: So geht es mit dem neuen Investor weiter

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Lorena Lange, René Brehm und Thimo Panne vor der sogenannten Duell-Wand, an der zukünftig nur noch im Vorstieg geklettert werden kann. Nach der coronabedingten Schließung im März wollen die drei Mitarbeiter der Kletterwelt Sauerland Ende Juli die Halle wieder öffnen.

Werdohl – Nach dem Eigentümerwechsel wird die Kletterwelt Sauerland auf Rosmart voraussichtlich am Mittwoch, 29. Juli, erstmals nach der coronabedingten Schließung Mitte März wieder öffnen.

Zwar gibt es noch ein paar Einschränkungen aufgrund der Virus-Pandemie, doch das Kern-Team mit René Brehm, Thimo Panne und Lorena Lange freut sich auf die Rückkehr möglichst vieler Kletterer und Boulderer. 

Brehm war als Gründer und persönlich haftender Gesellschafter der Kommanditgesellschaft kurz nach Ausbruch der Pandemie in die Zahlungsunfähigkeit geraten. Mittlerweile ist ein Investor gefunden, der den Betrieb gekauft hat. Der Mann stamme aus der Kletterszene, sei ein Unternehmer und mit Südwestfalen verwurzelt. Brehm ist bei der neuen Betreibergesellschaft angestellt und fungiert wie vorher auch als Geschäftsführer. 

Guthabenkarten gelten weiterhin

Brehm, Panne und Lange öffnen die Halle wieder am Mittwoch, 29. Juli. Offizieller Start ist Samstag, der 1. August. Alle bisherigen Guthabenkarten gelten unverändert, egal ob Elferkarten, Gutscheine oder Abos. Letztere werden auf die neue Gesellschaft umgeschrieben. 

Der Bistrobereich muss wegen der Corona-Schutzbestimmungen noch weitgehend geschlossen bleiben. Getränke und Kaffee wird es allerdings geben, sobald auch Speisen verkauft werden dürfen, will René Brehm damit starten.

Die Preise für Erwachsene bleiben unverändert. Zur Anpassung an allgemein übliche Regelungen werde die Altersgrenze für die Gruppe „Kinder“ von zwölf auf 14 Jahre hochgesetzt. Damit gibt es drei Altersgruppen: Kinder bis 14 Jahre, Jugendliche ermäßigt bis 18 Jahre und mit Studentenausweis bis 27 Jahre, ab 18 Jahre Erwachsene. Die Staffelpreise für Mehrfachkarten und Abos bleiben unverändert, auch die Rabattierung für Mitglieder der Sektion Gummersbach des Deutschen Alpenvereins (DAV) bleibe bestehen. 

Halle weiterhin täglich geöffnet

Auch an den bisherigen Öffnungszeiten werde festgehalten. Montag bis Donnerstag ist von 14 bis 23 Uhr geöffnet, Freitag von 12 bis 23 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 22 Uhr. Sofort nach Wiedereröffnung sollen auch wieder sämtliche Kurse angeboten werden, allerdings müsse hier erst die Nachfrage abgewartet werden. Aus den Hallen, die nach der Lockerung schnell wieder geöffnet hatten, war zunächst von einer verhaltenen Nachfrage zu hören. 

Dementsprechend werde erst einmal mit einem kleinen Team gestartet, bei Bedarf stünden aber viele der ehemaligen 450-Euro-Kräfte als Trainer oder im Service zur Verfügung, so Panne. Auch die Yoga-Kurse beginnen im August, ab September gibt es Präventionskurse mit der AOK. Umkleiden und Toiletten sind benutzbar. Zwei Änderungen gibt es in der Halle selbst: Anstelle der großen Sitzgruppe in der Boulderhalle ist eine neue Drei-Meter-Boulderwand aufgebaut, die für Kinder vorgesehen ist. 

Attraktive Routen an der "Duell-Wand"

Die große seitlich liegende Überhang-Wand in der Kletterhalle – die sogenannte „Duell-Wand“ mit zwei parallelen Strukturen – kann zukünftig nur noch im Vorstieg und mit eigenem Seil geklettert werden. „So können wir attraktive Routen quer durch die Wand schrauben. Damit wollen wir auch stärkere Kletterer aus anderen Hallen anziehen“, so Panne. Die große Vorstiegswand behalte aber weiterhin gemäßigte Routen, auch ein Nachsteigen bleibe erlaubt. 

Lorena Lange im Boulderbereich: Die 24-jährige Sportwissenschaftlerin ist Auszubildende bei der Kletterwelt.

Alle weiteren Wände sind nach wie vor mit bereits eingehängten Seilen zu klettern, können aber auch wie sonst im Vorstieg begangen werden. Brehm: „Wir wollen beim Klettern vielseitiger werden.“ Deshalb werde noch intensiver mit namhaften Routenschraubern wie Moritz Klein und Sascha Dahmen gearbeitet.

Nach der Zahlungsunfähigkeit der Kletterwelt Sauerland als Kommanditgesellschaft (KG) zum 1. April und der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Juli wurde die Halle samt Inventar an einen Investor verkauft, der nicht öffentlich in Erscheinung treten möchte. Der Unternehmer betreibt die Gründung der Kletterwelt GmbH. Da noch die Gläubigerversammlung dem Verkauf der Halle formell zustimmen muss, kann die neue Betreibergesellschaft noch nicht ins Handelsregister eingetragen werden. Brehm ist als Geschäftsführer bei dieser GmbH angestellt. Lange und Panne sind ebenfalls angestellt. Die Volksbank Südwestfalen als Hauptgläubigerin der KG bleibe weiterhin vertrauensvoller Partner, so Brehm.

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