Kletterparadies am Waldrand: Geheimtipp für Abenteuerlustige am großen Stück

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Der Spielplatz Am Großen Stück ist ein Geheimtipp für abenteuerlustige Kinder und Jugendliche. Mehr als 27 000 Euro sind im Jahr 2009 in die Ausstattung des Platzes geflossen.

Werdohl - „Was die Spielplätze angeht stehen wir in Werdohl stadtweit gut da“, stellt Jugendpfleger Tobias Chylka fest. In den vergangenen Jahren hat sich in dieser Beziehung im Stadtgebiet bereits einiges getan.

Und weitere Maßnahmen sind geplant, um die insgesamt 19 Spielplätze im Stadtgebiet rundum attraktiv zu gestalten. 

Acht der Plätze, auf denen sich Kinder und Jugendliche austoben können, befinden sich in der Stadtmitte, beziehungsweise am Kettling. Im Versetal gibt es sechs Orte, die der Nachwuchs nutzen kann, in Ütterlingsen stehen drei Plätze zur Verfügung, auf der Königsburg und in Pungelscheid ist jeweils ein Spielplatz zu finden. Im Rahmen einer Serie stellt die Redaktion den Lesern einige dieser Kinder- und Jugendparadiese näher vor. 

Ein echter Geheimtipp ist der Spielplatz Am großen Stück / Selvestraße: Ein schmaler Pfad führt zwischen Büschen hindurch zu diesem Kletterparadies, das direkt am Wald liegt. Wer nicht weiß, dass sich an dieser Stelle ein Spielplatz befindet, muss schon ganz genau hinschauen, um den verborgenen Ort zu finden. „Gerade das ist für Jugendliche ein paradiesischer Zustand“, sagt Tobias Chylka. 

Jugendpfleger Tobiay Chylka stellt fest: „Was die Spielplätze angeht, stehen wir in Werdohl gut da.“

Und nicht nur die Nutzer profitieren von der Lage des Platzes: „Was Vandalismus angeht, haben wir hier so gut wie nie Probleme“, berichtet der Jugendpfleger. Für kleinere Mädchen und Jungen ist dieser Spielplatz nicht geeignet: „Für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren“, steht auf dem Schild, das natürlich auch das Rauchen und den Alkoholgenuss vor Ort verbietet. Besonders abenteuerlustige Kinder kommen am Waldrand auf ihre Kosten. Zwei verschieden hohe Multi-Spielgeräte locken mit zahlreichen Klettermöglichkeiten: Ein Spielturm mit Boulderwänden, eine wackelige Abenteuer-Brücke, Netze, Stangen, viele Möglichkeiten zum Entlanghangeln und zwei Rutschen stehen zur Verfügung. 

Ein schmaler Pfad führt zwischen Büschen hindurch zum Spielplatz, der direkt am Waldrand liegt – ein idyllischer und versteckter Ort.

Bei der Ausstattung eines Spielplatzes spiele natürlich das Geld immer eine wichtige Rolle, unterstreicht Chylka: „Spielgeräte sind teuer.“ Doch auch der jeweilige Zeitgeist werde natürlich berücksichtigt: „Wippen gib es kaum noch. Kinder und Jugendliche brauchen ein bisschen Nervenkitzel.“ Den finden sie auf dem Spielplatz in der Borbecke, der im Jahr 2009 entstanden ist. „Damals gab es hier relativ wenige Spielmöglichkeiten für Kinder. 

Dazu kommt, dass der Stadtteil etwas abgelegen ist“, erklärt der Stadtjugendpfleger, wie es zum Bau des Kletterparadieses kam. Mehr als 27 000 Euro seien damals in die Ausstattung des Spielplatzes investiert worden, der in Zusammenarbeit mit dem Stadtelternrat entstanden sei. „Neben Haushaltsmitteln sind auch Spenden geflossen“, berichtet Chylka. Wie häufig der geheime Kletterplatz frequentiert wird, kann der Stadtjugendpfleger nicht sagen. „Es gibt keine Zählungen. Aber die Bauhofmitarbeiter stellen bei ihren wöchentlichen Kontrollen regelmäßig fest, dass der Platz genutzt wird.“

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