Kunstausstellung mit Arbeiten von Eilert Lohe in Werdohl

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Annette Wolf und Heinz Rohe vom Kleinen Kulturforum haben in den vergangenen Monaten viele Informationen und Bilder zusammengetragen, um das Werk Eilert Lohes würdigen zu können.

Werdohl -  In Werdohl ist sein Name kaum noch bekannt, das Kleine Kulturforum (KKF) widmet ihm aber jetzt eine große Ausstellung: Eilert Lohe. Bilder des Malers werden vom 5. bis 19. November im Kulturbahnhof ausgestellt.

Im Februar hatte das KKF durch einen Artikel in der Zeitung Süderländer Volksfreund dazu aufgerufen, Bilder von Eilert Lohe zur Verfügung zu stellen. Die Resonanz war überwältigend, schenkt man dem KKF-Vorsitzenden Heinz Rohe Glauben: „Wir waren überrascht, wie viele Bilder von Eilert Lohe in Werdohler Haushalten hängen. Es haben sich erstaunlich viele Menschen gemeldet, die uns Bilder für die Ausstellung geben wollten, auch aus Neuenrade und Lüdenscheid.“

Für die Organisatoren der Ausstellung bedeutete das einen großen Aufwand. „Wir mussten ja überall hinfahren und die Bilder sichten“, erklärte Rohe. Mehr als 90 Bilder seien dem KKF zur Leihe angeboten worden, in der Werkschau können aber letztlich nur 40 bis 50 gezeigt werden: Landschaftsbilder aus Schweden, wo Lohe in den 1930er-Jahren gelebt hat, aber auch aus dem Sauerland, aus Italien und Frankreich, Portraits, Baum- und Tierstudien, Gemälde aus der Werdohler Industriegeschichte.

Geschenke für Colsman-Beschäftigte

Die meisten Bilder habe die Familie Colsman zur Verfügung gestellt, berichtete Rohe. Das ist kein Wunder, denn Lohes Schwester heiratete in die Werdohler Unternehmerfamilie ein. „Die Firma Colsman hat später auch viele Lohe-Bilder anlässlich von Arbeitsjubiläen an Mitarbeiter verschenkt“, weiß Heinz Rohe.

Doch nicht nur Bilder des Künstlers förderten die Recherchen des KKF zutage. Aus einem Privathaushalt hat der Verein auch die Original-Staffelei des Malers erhalten. Und hinter einem Bild klebte ein Zeitungsartikel, der 1973 zum Tod Lohes erschienen ist. Ausstellungen von Eilert Lohe, 1908 als Sohn eines Arztes in Eveking geboren, gab es in der Vergangenheit eher selten. 1976 wurden einige seiner Bilder einmal in der Aula der damaligen Berufsschule in Werdohl und im Lüdenscheider Rathaus gezeigt, 1998 gab es eine Ausstellung im Werdohler Bürgerhaussaal. In Museen oder öffentlichen Ausstellungen sind seine Arbeiten heute kaum noch vertreten.

Überwiegend realistisch

„Möglicherweise liegt das daran, dass sein Stil und seine Sujets nicht mehr aktuell sind“, vermutet das KKF in seinem Flyer zur Kunstausstellung. Lohe malte und zeichnete überwiegend realistisch, seine Hauptmotive waren Landschaften und Portraits.

Trotzdem will das KKF die Erinnerung an den Künstler wach halten. Wie auch dem weitaus bekannteren Kunstmaler und Architekten Paul Seuthe und der Aquarellmalerin Grete Brüninghaus, ist ihm im Kulturbahnhof ein Raum gewidmet. Eine Seuthe-Ausstellung hat es deshalb schon gegeben, nun folgt die Lohe-Ausstellung. Eine Brüninghaus-Ausstellung könnte noch folgen, sei aber noch nicht in Planung, sagt Heinz Rohe. Beim KKF konzentriert man sich derzeit ganz auf Eilert Lohe.

Bei der Vernissage am Sonntag, 5. November, um 11.30 Uhr im Kulturbahnhof wird Cornelia Colsman in die Ausstellung einführen, auch Bürgermeisterin Silvia Voßloh wird sprechen. Detlef Seidel wird die Eröffnung am Klavier begleiten. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 19. November dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

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