Künstler aus Werdohl

Mehr als 80 Bilder zur Auswahl in Werdohl

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„Sirriner Bauernhäuser“ heißt dieses Werk von Eilert Lohe. Das Bild befindet sich im Besitz der Stadt Werdohl.

Werdohl - Etliche Werdohler meldeten sich nach einem Aufruf im Süderländer Volksfreund bei den Verantwortlichen des Kleinen Kulturforums (KKF). So kamen reichlich Bilder des Künstlers Eilert Lohe zusammen. Damit plant das KKF nun eine Ausstellung.

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Werdohler Künstler“ zeigt das KKF vom 5. bis 19. November Bilder des Werdohler Malers, der von 1908 bis 1973 lebte. Die Werkschau findet in den Räumen des Kulturforums in der ersten Etage des Werdohler Kulturbahnhofs statt.

Ausgestellt werden Bilder, die private Leihgeber, die Stadt Werdohl und die Gemeinde Herscheid zur Verfügung stellen. Zur Auswahl stehen so mehr als 80 Werke. Die KKF-Verantwortlichen sichten gerade die Bilder und stellen daraus eine stimmige Werkschau zusammen. Dabei soll die Ausstellung das Schaffen des Werdohler Malers umfassend darstellen.

Gezeigt werden Landschaftsbilder aus dem Werdohler Raum und dem Märkischen Sauerland, Bilder zur Industriegeschichte Werdohls, Porträts, Aktzeichnungen, Stillleben, einzelne Bilder vom Niederrhein, aus Schweden und Italien sowie Bilder, die die Industriegeschichte Werdohls widerspiegeln. Zu sehen sein werden etwa der Ahe-Hammer, wie auch der Blechhammer und Bilder von Arbeitern der früheren Firma Colsman in Kleinhammer, der Vorläuferfirma von Enders & Colsman.

Eilert Lohe war geborener Werdohler. Er entstammte einer Arztfamilie. Sein Vater war gebürtig aus Ostfriesland und hatte sich in Eveking als Arzt niedergelassen. Seine Schwester heiratete in die Familie Colsman ein und sein Bruder war als Arzt in Bad Berleburg tätig.

Lohe besuchte nach dem Abitur am Gymnasium in Altena von 1927 bis 1931 die Kunstakademie in München. Seine Lehrer waren die damals bedeutenden Künstler Hermann Groeber und Olaf Gulbransson. Ein Stipendium ermöglichte Lohe einen Aufenthalt in Rom. Lange Jahre hielt er sich in Schweden auf.

Dort heiratete er 1935 die Künstlerin Barbro Sylwan, mit der er zwei Töchter hatte: Karin Elissabet (geboren 1936) und Christine Hildegard (geboren 1942). Die Zeiten – Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegszeit – beeinflussten nicht nur seine künstlerische Tätigkeit, sondern auch sein Privatleben. Im Zweiten Weltkrieg war Eilert Lohe Soldat und wurde verwundet.

Seine erste Ehe wurde geschieden. Die Kinder blieben in Schweden, 1954 heiratete der Maler in zweiter Ehe die Kriegswitwe Mia Pahl – geborene Luke –, die in Werdohl an der heutigen Freiheitstraße ein Textilgeschäft betrieb. Eilert Lohe lebte auch von ihren Einkünften, denn von seiner Kunst konnte er kaum leben. Am 9. September 1973 starb Lohe im Alter von 65 Jahren in Werdohl.

Bei der Ausstellungseröffnung wird Bürgermeisterin Silvia Voßloh ein Grußwort sprechen. Detlef Seidel wird am Klavier für die musikalische Begleitung der Vernissage sorgen.

Die Organisatoren vom KKF suchen für die Ausstellung vor allem noch Fotos des Künstlers. Menschen, die Leihgaben zur Verfügung stellen könnten, melden sich bei Heinz Rohe, Tel. 0 23 92 / 6 16 46. Unterstützt wird die Ausstellung von der Stadt Werdohl und der Volksbank im Märkischen Kreis.

Die Eilert-Lohe-Ausstellung wird am Sonntag, 5. November, um 11.30 Uhr eröffnet.

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