Mathe-Musical in der Ütterlingser Grundschule

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Die Schauspielerin Nicola Borgmann schlüpfte in dem Musical in die Rolle des Zahlenteufels Zacharias.

Werdohl - Welche Rolle spielen eigentlich Zahlen in unserem Leben? Geht es nicht auch ohne diese Ziffern, die einem in ihrer immer wieder neuen Zusammenstellung ohnehin nur Kopfzerbrechen bereiten? Diesen Fragen ging am Mittwochmorgen ein Theaterstück auf den Grund, das die Schüler der Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen sahen.

Nicola Borgmann vom Nimmerland-Theater (Konstanz) schlüpfte in dem Einpersonenstück in die Rolle des Zahlenteufels Zachararias, der eine Allergie gegen alle Arten von Zahlen hat und deshalb alles daran setzt, sie ganz aus dem Leben zu verbannen.

Viele schwungvolle Lieder

„Wer braucht schon Zahlen?“, fragte die Schauspielerin provokant in einem der vielen schwungvollen Lieder in diesem 45-minütigen Mathematik-Musical. „Das Einmaleins ist aus der Mode“, lautete die These des kleinen Zahlenteufels, der mit knallroter Strubbelfrisur und grüner Hose über die Bühne wirbelte, jedes Mal niesend, wenn ihm eine Zahl über die Lippen kam.

"Der kleine Zahlenteufel" in der Grundschule Ütterlingsen

Doch schnell stieß der lebhafte Zahlenhasser an Grenzen: „Es ist einfach zum Verzweifeln: Die Zahlen haben sich auch in unsere Sprache hineingefressen“, stellte er fest. Hatschi! Hatschi! Hatschi!

Eine Wette mit dem "Großen G"

Doch es nahte eine Lösung des Problems. Der „Große G“, dessen Stimme aus dem Off kam, schlug dem Zahlenteufel eine Wette vor: Drei Aufgaben sollte er lösen, ohne dabei Zahlen zu verwenden – dann dürfe er die Zahlen für immer aus der Welt verbannen.

Was sich zunächst einfach anhörte, erwies sich letztlich als (zu) harte Nuss. Die Großmutter anrufen konnte Zacharias noch mit Hilfe des eingespeicherten Telefonbuches in seinem Handy. Das Kuchenbacken wurde ohne Zahlenangaben im Rezept schon ein Problem, an dem sich Zacharias beinahe die Zähne ausgebissen hätte.

Zahlenteufel wird einsichtig

Schier unlösbar war jedoch die Aufgabe, den Kuckuck in der Uhr zu beruhigen, dem einige der Zahlen auf dem Ziffernblatt abhanden gekommen waren. So setzte sich schließlich auch beim Zahlentafel die Erkenntnis durch, dass es ganz ohne Zahlen im Leben nicht geht.

Musikalisch wurde das deutlich, indem das Lied vom Anfang einen neuen Text erhielt: „Wir brauchen Zahlen“, hieß es jetzt. Und für die Kinder gab es auch noch eine Aufgabe: Weil der Zahlenteufel nicht mehr wusste, wo überall er schon Zahlen verdreht oder ausgelöscht hatte, bat er die Kinder um Hilfe. Sie sollten eine Liste erstellen oder aufmalen, wo im Alltag Zahlen zu finden sind und welche Funktion sie haben. Schließlich wollte der geläuterte Zahlenteufel ja die Welt wieder in Ordnung bringen...

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